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IfW Kiel rechnet mit Rückgang der Wirtschaftsleistung 2023

Die deutsche Energieimportrechnung steigt der Prognose des IfW Kiel zufolge in diesem Jahr voraussichtlich um 123 Milliarden Euro
© Foto: Worawut/stock.adobe.com

Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft wird laut Herbstprognose des IfW Kiel durch die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine jäh unterbrochen. Im laufenden Jahr dürfte das BIP noch um 1,4 Prozent zulegen, 0,7 Punkte weniger als in der Sommerprognose erwartet.


Datum:
08.09.2022
Autor:
Stefanie Schuhmacher
Lesezeit: 
2 min
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Die hohen Energiepreise werden Deutschland nach der Herbstprognose des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in die Rezession drücken. Im kommenden Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) voraussichtlich um 0,7 Prozent zurückgehen, teilte das IfW Kiel am Donnerstag mit. Damit senkte das Institut seine bisherige Prognose um 4 Prozentpunkte. Im laufenden Jahr dürfte es noch ein Plus von 1,4 Prozent geben, 0,7 Prozentpunkte weniger als in der Sommerprognose erwartet. Für 2024 erwartet das IfW Kiel wieder einen Zuwachs des BIP um 1,7 Prozent.

Mit den hohen Importpreisen für Energie rolle eine konjunkturelle Lawine auf Deutschland zu, prognostizierte der Vizepräsident und Konjunkturchef des IfW Kiel, Stefan Kooths. "Vor allem energieintensive Produktionen und konsumnahe Wirtschaftsbereiche werden mit Wucht getroffen."

Die deutsche Energieimportrechnung steigt der Prognose zufolge in diesem Jahr voraussichtlich um 123 Milliarden Euro und um weitere 136 Milliarden Euro im nächsten Jahr. Das Geld fehle im Inland für den Konsum und schmälere die Rentabilität energieintensiver Unternehmen. In der Folge werde Deutschlands Wirtschaftskraft sinken und im nächsten Jahr um 130 Milliarden Euro niedriger sein als bislang vom IfW Kiel erwartet.

Im Euroraum wird das BIP der Prognose zufolge im laufenden Jahr um 2,8 Prozent zulegen und 2023 nahezu stagnieren. Für 2024 erwartet das Institut ein Wachstum um 1,6 Prozent. Auch die Aussichten für die Weltkonjunktur hätten sich eingetrübt. Die Weltwirtschaft dürfte in diesem Jahr um 2,9 Prozent und im nächsten Jahr um 2,2 Prozent zulegen. Ein Grund sei auch, dass Chinas Wirtschaft aufgrund der strikten Null-Covid-Politik und Problemen im Immobiliensektor schwächelt.

 

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