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Hupac meldet Wachstum

Hupac arbeitet derzeit mit SBB, DB/BLS, Trenitalia und Crossrail zusammen
© Foto: Hupac

1. Halbjahr: Verkehrsvolumen des Kombi-Operateurs stieg um 17,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum / Engpässe im Bahnsystem hemmen weiteres Wachstum


Datum:
22.07.2010
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Chiasso. Im ersten Halbjahr 2010 beförderte Hupac mit 343.332 Straßensendungen auf der Schiene rund 50.000 Sendungen mehr als im ersten Semester des Krisenjahres 2009. Das teilte der Schweizer Logistikdienstleister am Donnerstag in einer Presseerklärung mit. Die in den ersten sechs Monaten beförderte Menge sei jedoch immer noch um 30.000 Sendungen geringer als im gleichen Zeitraum des Rekordjahres 2008.

Das Kerngeschäft des transalpinen Verkehrs durch die Schweiz verzeichnete einen Zuwachs von 12,3 Prozent. Positiv entwickelte sich auch der nicht-transalpine Verkehr auf der Ost-West-Achse mit einem Zuwachs von 20,2 Prozent. Die Rollende Autobahn via Gotthard hat die eingebüßten Volumen mit einem Zuwachs von 16,2 Prozent teilweise wieder erreicht.

Engpässe unter anderem bei Lok- und Personalressourcen führten zu Verspätungen und Rückstaus

Der Aufschwung werde jedoch durch gravierende Engpässe im europäischen Bahnsystem behindert, heißt es in der Mitteilung. Mangelnde Lok- und Personalressourcen, Baustellen und Unwetter führten in den letzten Monaten zu kritischen Situationen mit erheblichen Verspätungen und Rückstaus in ganzen Wirtschaftsräumen. Die Minderheitsbeteiligung der Hupac an der neu zu gründenden SBB Cargo International stelle jedoch eine Chance dar, um die Abläufe strukturell zu verbessern.

Im Kerngeschäft des Alpentransits durch die Schweiz arbeitet Hupac zur Zeit mit SBB, DB/BLS, Trenitalia und Crossrail zusammen. An der Privatbahn Crossrail, welche in den vergangenen Monaten laut Unternehmen saniert wurde, hält Hupac weiterhin eine Beteiligung von 25 Prozent. Mit Crossrail sollen die Verkehre auf der Ost-West-Achse weiterentwickelt werden.

Hupac drängt auf Ausbau des Gotthard-Basistunnels auf vier Meter

Sorgen bereitet Hupac der noch immer nicht in Angriff genommene Ausbau der Zulaufstrecken zum Gotthard-Basistunnel. Das mit Abstand größte Verlagerungspotential im Transit durch die Schweiz liege heute im Segment der Sattelauflieger für Volumengüter. Die Basistunnels am Gotthard und Ceneri sind zwar für den Bahntransport dieser sogenannten P-400-Auflieger ausgelegt. Doch die Zulaufstrecken im Norden und im Süden haben ein niedrigeres Profil und müssten angepasst werden. "Während wir am Brenner zweistellige Zuwachsraten verzeichnen, stagniert die Entwicklung im Transit durch die Schweiz", sagte Hupac Direktor Bernhard Kunz.

Wenn die Mittel für den Ausbau der Zulaufstrecken erst mit Bahn 2030 zur Verfügung gestellt werden, können die Basistunnel für Jahrzehnte nicht den erwarteten Nutzen für die Verkehrsverlagerung bringen. Das prognostizierte Verkehrswachstum müsste auf der Straße anstatt auf der Schiene abgewickelt werden. "Wenn wir das angepeilte Verlagerungsziel erreichen wollen, muss der gesamte Korridor bereits zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels im Jahr 2018 auf vier Meter ausgebaut sein", betonte Kunz. (ab)

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