Hapag-Lloyd fährt wieder durch den Suezkanal

04.02.2026 07:54 Uhr | Lesezeit: 3 min
Container Frachtschiffe
Wegen der Bedrohung durch die Huthi-Miliz meiden viele Reedereien die Route durch das Rote Meer
© Foto: Mariusz/stock.adobe.com

Nach mehr als zwei Jahren nimmt Hapag-Lloyd wieder Kurs durch das Rote Meer, gemeinsam mit Maersk und unter hohen Sicherheitsvorkehrungen.

Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd kehrt nach mehr als zwei Jahren Unterbrechung wegen der Attacken der Huthi-Miliz in das Rote Meer zurück. Von Mitte Februar an werde im Rahmen der Gemini Cooperation von Hapag-Lloyd und der dänischen Reederei Maersk der IMX-Service – er verbindet Indien und den Nahen Osten mit dem Mittelmeer – wieder die Route durch das Rote Meer und den Suezkanal nehmen, wie Hapag-Lloyd in Hamburg mitteilte. Die Schiffe fahren dabei den Angaben zufolge unter dem Schutz von Marineeinheiten.

Reederei verweist auf höchste Sicherheitsvorkehrungen

Den Anfang durch den Suezkanal machten in Richtung Westen die „Albert Maersk“ sowie in Richtung Osten die „Astrid Maersk“, teilte Hapag-Lloyd mit. Beide Containerschiffe sind jeweils 351 Meter lang. Später sollen weitere Dienste folgen. Hapag-Lloyd betonte: „Es werden höchstmögliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, da die Sicherheit der Besatzungen, der Schiffe sowie der Ladung der Kunden für beide Reedereien höchste Priorität hat.“

Viele Reedereien umfahren weiter das Rote Meer

Bislang meiden viele Reedereien das Gebiet und umfahren das Rote Meer, weil die Huthi-Miliz die Schifffahrt in der Region bedroht. Die Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi begannen im November 2023. Engstellen im Roten Meer sind der Suezkanal und Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer im Süden mit dem Golf von Aden verbindet. Wegen der Bedrohung wählen immer noch etliche Reedereien stattdessen den Weg um die Südspitze Afrikas, was die Routen teurer macht, den Reedereien aber auch höhere Frachtraten einbringt.

Gemini Cooperation seit Februar vergangenen Jahres

Hapag-Lloyd und Maersk arbeiten seit dem 1. Februar vergangenen Jahres in der Gemini Cooperation zusammen und betreiben 29 gemeinsame Mainliner- sowie 29 gemeinsame Shuttle-Dienste auf den Ost-West-Handelsrouten. Maersk ist hinter MSC die weltweit zweitgrößte Reederei, Hapag-Lloyd belegt Platz fünf.


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