-- Anzeige --

Hafenwirtschaft in Bremen hat Bedenken wegen Fusion

Ein Container-Terminal am Hafen Bremerhaven. Die Bremische Hafenwirtschaft fürchtet um die Bedeutung des Standorts bei einer Fusion von HHLA und Eurogate
© Foto: Ingo Wagner/dpa/picture-alliance

Die Bremische Hafenvertretung sorgt sich wegen einer möglichen engeren Zusammenarbeit von HHLA und Eurogate. Sie sieht die Bedeutung des Standorts Bremerhaven in Gefahr.


Datum:
15.06.2020
Autor:
Stephanie Noll
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Bremen. Die Unternehmen der der bremischen Hafenwirtschaft haben am Freitag ihre Sorgen hinsichtlich möglicher Fusionsplänen von HHLA und Eurogate geäußert. In einer Finanznachricht habe die HHLA „ergebnisoffene Gespräche“ mit Eurokai und der BLG Logistics Group zu einer engeren Kooperation im Bereich Containergeschäft in der Deutschen Bucht angekündigt. Wie die Bremische Hafenvertretung (BHV) erfahren haben will, soll es dazu auch bereits erste politische Vorgespräche mit den verantwortlichen Landesregierungen zu einer möglichen Beteiligung der HHLA an Eurogate gegeben haben.

Hafenvertreter fordern politische Diskussion

Christoph Bruns, Mitglied des Vorstands der BHV, sagte: „Eine solche Fusion zu einer ,Deutschen Bucht AG‘ kann erhebliche Auswirkungen auf die drei deutschen Containerhäfen in Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven nach sich ziehen.“ Weiter meinte er, die BHV vermisse vor diesem Hintergrund bislang die erforderliche transparente politische Diskussion über die zu erwartenden Auswirkungen auf den Standort Bremerhaven und damit auf die bremische Hafen- und Logistikwirtschaft insgesamt. Aus Sicht des Vorstands seien derzeit noch einige Fragen einer möglichen Zusammenarbeit der beiden Terminalbetreiber ungeklärt.

Dazu gehöre etwa, ob das Bremer Logistikunternehmen BLG, das 50 Prozent der Anteile an Eurogate besitzt, seinen Anteil weiterhin halten wird und der Eigentümerwechsel ausschließlich auf Seiten der neben BLG zweiten Muttergesellschaft Eurokai aus Hamburg stattfinden würde.

Geringere Wettbewerbsfähigkeit befürchtet

Sollte allerdings einer Übertragung von Eurogate-Gesellschaftsanteilen seitens der BLG an die HHLA stattfinden, befürchtet der BHV einige negative Konsequenzen.  So sieht die Hafenvertretung etwa den bremischen Einfluss auf die Standortentscheidung eines künftig von Hamburg dominierten Unternehmens bedroht. Weitere Themen, die die BHV beschäftigen, sind eine befürchtete sinkende Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Bremerhaven, die Organisation der Port Authorities von Hamburg, Bremen und Niedersachsen mit Blick auf die Wettbewerbsneutralität, kartellrechtliche Aspekte sowie den künftigen politischen Einfluss der bremischen Landesregierung auf diesen Teil der Hafenpolitik. (sn)

 

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.