Wien/Innsbruck. Das Güteraufkommen auf der Brennerroute (Straße und Schiene) wird von 37 Millionen Tonnen im Vorjahr innerhalb von zehn Jahren auf 58 Millionen Tonnen zunehmen, sagte Hans Lindenberger, Generaldirektor der Brenner Eisenbahn Gesellschaft, vor Logistikern in Wien. Auf bestehenden Autobahnen in Österreich und Italien werde dieser Zuwachs nicht zu bewältigen sein, und ein Ausbau der Straßeninfrastruktur sei politisch nicht durchsetzbar. Wesentliche Teile des Güterverkehrs müssten daher auf die Schiene verlagert werden. Ab dem Jahr 2015 soll dafür der Brenner-Bahntunnel zur Verfügung stehen, sofern die Baukosten von rund fünf Milliarden Euro aufgebracht werden können. Was die Zuwachsraten im Brennerverkehr auf der Straße betrifft, wird Lindenberger von der Autobahngesellschaft Asfinag bestätigt. Nach deren jüngsten Zahlen rollten in den ersten neuen Monaten dieses Jahres 1,31 Millionen Schwer-LKW über den Brenner; um 20 Prozent mehr als im Vorjahr. (rv)
Güterverkehr über den Brenner nimmt weiter zu
Zunahme des Güteraufkommens auf der Brennerroute von 37 auf 58 Millionen Tonnen in den kommenden zehn Jahren macht Verkehrsverlagerung immer dringender