Frankfurt/Main. Der Frankfurter Flughafen zählt erstmals seit Beginn der globalen Wirtschaftskrise wieder mehr Passagiere. Im Dezember nutzten 3,8 Millionen Menschen den größten deutschen Flughafen, das waren 2,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. „Damit haben wir die Talsohle im Luftverkehrsbusiness endgültig hinter uns gelassen.“, erklärte der Chef der Betreibergesellschaft Fraport AG, Stefan Schulte am Freitag. Auch die Fracht - die als ein Frühindikator der globalen Konjunktur gilt – konnte kräftig um 29,1 Prozent auf knapp 174.000 Tonnen zulegen. Im Krisenjahr 2009 wurden insgesamt 50,9 Millionen Fluggäste gezählt, das bedeutet nach dem bereits schwachen Jahr 2008 einen weiteren Rückgang um 4,7 Prozent. Damit ist der Einbruch stärker noch als die Flaute nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Die umgeschlagene Frachtmenge sank 2009 um 10,1 Prozent auf 1,8 Millionen Tonnen Tonnen. „Der im Dezember erneut bestätigte eindeutige Aufwärtstrend von Passage und Fracht lässt uns (...) optimistisch ins Jahr 2010 starten“, sagte Schulte. Derzeit wird der Frankfurter Flughafen um eine vierte Piste erweitert. Damit soll die Kapazität um rund 50 Prozent angehoben werden. Gemeinsam mit den vier weiteren mehrheitlich zur Fraport gehörenden Flughäfen zählte das Unternehmen im Dezember 5,1 Millionen Passagiere, das bedeutet ein Plus von 4,3 Prozent. Für das Gesamtjahr wurde ein leichtes Minus von 2,6 Prozent auf 73,7 Millionen Passagieren ausgewiesen. Zur Fraport zählen neben Frankfurt auch die Flughäfen Antalya in der Türkei, Lima in Peru sowie Burgas und Varna in Bulgarien. (dpa/tk)
Frankfurter Flughafen spürt Aufwind
Frachtraten steigen im Dezember um knapp 30 Prozent / Gesamtjahresergebnis sinkt um rund zehn Prozent