Falsche Anreize
Die CO2-Ziele der EU für Trailer und praxisferne Berechnungsmethoden könnten für Rückverlagerungen sorgen und die Fahrzeugpreise in die Höhe treiben. Acht Trailer-Hersteller klagen nun vor dem EuGH.
"EU-Verordnung gefährdet CO2-Ziele, Transporteffizienz und mehr als 70.000 Arbeitsplätze" - mit dieser Schlagzeile sorgten acht deutsche und österreichische Hersteller von Anhängern und Aufliegern Ende 2025 für Aufmerksamkeit.
Hintergrund ist: Mit der Verordnung (EU) 2024/1610 gibt die EU erstmals auch für gezogene Einheiten CO2-Flottenziele vor. Ausgenommen sind nur Sonderfahrzeuge wie Tieflader, Containerfahrgestelle und Kipper. Alle anderen Auflieger und Anhänger müssen - basierend auf Simulationen der EU-eigenen Software VECTO-Trailer - ab dem Jahr 2030 stolze zehn beziehungsweise 7,5 Prozent weniger CO2 emittieren, obwohl sie selbst kein CO2 ausstoßen.
Der Trailer soll also dazu beitragen, dass die Zugmaschine weniger klimaschädliches Gas emittiert. Als Simulationsgrundlage dient ein generischer Standard-Trailer. Effizienztechnologien werden pauschal oder aufwendig spezifisch mit…