Keine Pflicht zu E-Lkw: Branche erleichtert über EU-Entscheid
Die EU-Kommission hat Vorschläge zur Einführung von CO?-Grenzwerten für Fahrzeugflotten vorgelegt. Lkw sollen nicht davon betroffen sein, zumindest vorerst.
Die Erleichterung in der Transport- und Logistikbranche ist groß: Die EU-Kommission verzichtet vorerst darauf, verbindliche Quoten für Nullemissionsfahrzeuge in Lkw-Flotten einzuführen. Stattdessen sollen CO₂-Flottengrenzwerte nur für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen gelten – und auch dort ausschließlich für große Unternehmen. Branchenverbände wie IRU, Clecat und BGL loben den realistischen Ansatz und verweisen auf fehlende Infrastruktur sowie drohende Bürokratie. Besonders kritisch sehen sie mögliche indirekte Auswirkungen auf kleinere Subunternehmen, die durch Vorgaben für große Auftraggeber unter Druck geraten könnten. Zwar bleibt die Einführung von Lkw-Quoten perspektivisch möglich, etwa im Zuge der Überarbeitung der CO₂-Standards ab 2027. Doch derzeit setzt die Branche klar auf Anreize statt Zwang, um den Wandel hin zu emissionsarmen Nutzfahrzeugen voranzubringen.