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Fachkräftemangel: Mittelstand will mehr Einwanderung

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft will Einwanderer gegen den #Fachkräftemangel einsetzen
© Foto: littlewolf1989/stockadobe.com

Die deutsche Wirtschaft kämpft derzeit mit zahlreichen Problemen. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft fürchtet um die Wettbewerbsfähigkeit, ein Bericht sieht zu wenige Lkw-Fahrer künftige Wirtschaftsaufschwünge bremsen.


Datum:
25.10.2021
Autor:
Stefanie Schuhmacher
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Berlin. Mit Blick auf die fehlenden Fachkräfte sieht der Bundesverband mittelständische Wirtschaft die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bedroht. „Immer mehr Unternehmen aller Branchen finden derzeit weder Fachkräfte noch Azubis“, sagte Bundesgeschäftsführer Markus Jerger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Das gefährdet elementar die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands und damit des Standorts Deutschland insgesamt.“ Auch steigende Frachtraten und Engpässe bei Vorprodukten wie Halbleitern machen der deutschen Wirtschaft derzeit zu schaffen.

Zur Bekämpfung des Fachkräftemangels fordert Jerger mehr Einwanderung: „Wir brauchen die gezielte Einwanderung von Fachkräften, wobei die Betonung auf Fachkräfte liegt.“ Viele Unternehmen müssten bereits mangels qualifizierten Personals Aufträge ablehnen, sagte Jerger. Bei den Auszubildenden sehe es nicht besser aus. „Es gibt in Deutschland mehr als 390 anerkannte Ausbildungsberufe, und in nahezu allen fehlt es an neuen Auszubildenden.“

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, sagte der Welt am Sonntag: „Insgesamt werden derzeit etwa 1,2 Millionen Arbeitskräfte, davon zwei Drittel Fachkräfte, gesucht.“ In etwa 70 Berufen gebe es bereits Personalengpässe auf Fachkraftniveau. Ende August hatte Scheele gesagt, Deutschland brauche rund 400.000 Zuwanderer pro Jahr, um den zunehmenden Fachkräftemangel auszugleichen.

Keine Neuigkeit in 2021: dringend Lkw-Fahrer gesucht

Besonders gesucht sind derzeit unter anderem Lkw-Fahrer. „Es gibt zu wenig Berufskraftfahrer im Güterverkehr. Das wird künftige Wirtschaftsaufschwünge bremsen“, heißt es in einem am Samstag veröffentlichten Bericht des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln zum Lastwagenfahrer-Mangel in Deutschland.

Während demnach zu Beginn der Corona-Krise die Fachkraft-Lücke infolge des pandemiebedingten Wirtschaftseinbruchs bei den Fahrern auf null ging, kehrte der Fahrer-Mangel mit der Wirtschaftserholung nach dem ersten Lockdown zurück. „Im September 2021 fehlten schon wieder 6659 Lkw-Fahrer in Deutschland - Tendenz stark steigend“, heißt es in dem Bericht.

Vor allem die Nachwuchssituation ist demnach kritisch. „Im Jahr 2020 waren nur 13,6 Prozent der Berufskraftfahrer im Güterverkehr unter 35 Jahre alt“, heißt es. Im Durchschnitt aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind es 29,3 Prozent. (ste/dpa)

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