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Europas Logistiker sehen Informationsaustausch als Schlüssel zur Zukunft

Die Logistikbranche in Europa will mehr miteinander sprechen
© Foto: hh5800/iStock

Die drei europäischen Dachverbänden für Spedition, Transport und Logistik Clecat, ESC und ELA richteten die Veranstaltung "Logistik für Europa" aus. Hier sprachen sich die Teilnehmer für mehr Transparenz und Austausch untereinander aus.


Datum:
24.11.2022
Autor:
Kay Wagner
Lesezeit:
2 min
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Vertreter der europäischen Logistikbranche sehen in einem verstärkten Informationsaustausch, mehr Transparenz und einer weiteren Digitalisierung Schlüsselfaktoren, um in den kommenden Jahren leistungsfähig zu bleiben. Die zurzeit noch ungenügende Verfügbarkeit von Daten sei neben den hohen Energiepreisen und dem Mangel an qualifizierten Mitarbeitern aktuell Sorge Nummer eins der Branche, hieß es auf der Veranstaltung „Logistik für Europa“, die von den drei europäischen Dachverbänden für Spedition, Transport und Logistik Clecat, ESC und ELA in Brüssel ausgerichtet wurde.

Die drei Verbände befestigten mit dieser Veranstaltung gleichzeitig ihre Zusammenarbeit, auf die sie sich in den vergangenen Monaten geeinigt hatten. „Diese Zusammenarbeit ist sehr wichtig, um die Kräfte der europäischen Logistik zu stärken“, sagte ESC-Präsident Roman Stiftner. Denn Europa sei stark, und das müsse trotz der durch Covid und dem Ukraine-Krieg bedingten Krisen weiter bewusst bleiben. „Europa hat gute gesetzliche Grundlagen, gute Infrastruktur und eine große Marktmacht“, unterstrich Stiftner. Widerspruch bekam er nicht.

Europäische Logistikbranche gibt sich entspannt

Grundsätzlich fiel kaum ein Schatten auf die europäische Logistikbranche während der Podiumsdiskussion zur Zukunft der Lieferketten. Zwar zeichnete Koen De Leus als Chefökonom der Bank BNP Paribas Fortis mit einer zu erwartenden Rezession in den USA und der EU im nächsten Jahr keine allzu rosige Zukunft für die europäische Wirtschaft. Doch das scheint die europäische Logistikbranche wenig zu beunruhigen. „Ich glaube nicht, dass es erneut zu Unterbrechungen der Lieferketten kommen wird, wie wir es in der Vergangenheit erleben mussten“, sagte Alessandro Pitto, Präsident der italienischen Spediteurs-Vereinigung Fedespedi.

Den hohen Energiepreisen sehen sich die Logistiker machtlos ausgeliefert. „Wir müssen allerdings daran arbeiten, den Kunden die höheren Preise zu erklären, die aufgrund der hohen Energiekosten bei unseren Dienstleistungen anfallen“, sagte Sophie Chapellier, Projektmanagerin beim französischen Logistik-Projekt Fret 21. Hier sei genauso viel Transparenz gefordert, wie grundsätzlich bei allen beteiligten Unternehmen der Lieferketten. „Mehr Transparenz, mehr Vertrauen, mehr Daten miteinander teilen und allgemein mehr Zusammenarbeit“, forderte auch Danielle Tap von der Digitalen Container-Verladervereinigung DCSA.

Mehr Transparenz durch einheitliche Digitalisierung der Logistik

Für die EU-Kommission übermittelte Szymon Oscislowski aus der Generaldirektion für Mobilität und Verkehr (DG Move) den Logistikern Unterstützung. „Wir arbeiten an einem System, das gleichsam als Übersetzer der verschiedenen Informationssysteme dienen soll, die es derzeit in der EU gibt“, stellte er in Aussicht. Ziel solle es sein, dass für alle Beteiligten an einer Lieferkette digital alle Informationen so schnell wie möglich zur Verfügung stehen. Die vollkommene Digitalisierung der Lieferkettenprozesse und –dokumente sei ein Ziel der EU-Kommission. 2025 könnte es laut Plänen bei DG Move soweit sein.

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