Die Eurogate-Gruppe (Bremen/Hamburg) will den geplanten Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven zunächst allein betreiben. Nach dem Ausstieg Hamburgs aus dem gemeinsamen Projekt mit Bremen und Niedersachsen "haben wir das, was wir von Anfang an wollten", sagte Geschäftsführer Emanuel Schiffer am Donnerstag während der Eurogate-Jahrespressekonferenz. Eine spätere Partnersuche sei nicht ausgeschlossen. Der wachsende Containerumschlag hat der Eurogate-Gruppe in 2001 eine deutliche Gewinnsteigerung beschert. Der Konzernertrag sei um 12,9 Prozent auf 24,2 Millionen Euro gewachsen, teilte das Unternehmen mit. Der Gesamtumschlag in Bremerhaven und Hamburg sowie in Südeuropa stieg um 8,5 Prozent auf 8,6 Millionen Standardcontainer (TEU). Das Gemeinschaftsunternehmen der Bremer BLG Logistics Group und der Hamburger Eurokai setzte 350 Millionen Euro (plus 5,6 Prozent) um. Die Eurogate-Gruppe habe in ihrem dritten Geschäftsjahr eine "neue Ära der Container-Logistik aufgebaut", bilanzierte Geschäftsführer Thomas Eckelmann. Neben den beiden deutschen Terminals ist Eurogate an fünf Umschlagsanlagen in Italien und einem Hafen in Portugal beteiligt. Europaweit beschäftigt die Gruppe 4560 Arbeitnehmer, davon 3015 in Deutschland. In Hamburg sollen in diesem Jahr 100 neue Arbeitsplätze entstehen. (vr/dpa)
Eurogate will geplanten Tiefwasserhafen allein betreiben
Deutliche Gewinnzunahme durch wachsenden Containerumschlag