Transporter ab 3,5 Tonnen und Busse mit mehr als neun Sitzplätzen sollen mit Tempobegrenzern ausgerüstet werden. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den EU-Verkehrskommissarin Loyola de Palacio nach Angaben ihres Sprechers Gilles Gantelet fertig in der Schublade hat. Die Geräte sollen für ein Tempolimit der Fahrzeuge von Tempo 90 beziehungsweise Tempo 100 sorgen und automatisch eingreifen, wenn der Fahrer dauerhaft zu stark auf Gaspedal tritt. "Alle Mitgliedstaaten, der deutsche Verkehrsminister eingeschlossen, haben den Vorschlag begrüßt und die Kommission beauftragt, ein Richtlinie auszuarbeiten", sagte Gantelet. Die Kommission verspricht sich von der Maßnahme vor allem einen Rückgang schwerer Verkehrsunfälle. Die leichteren Fahrzeuge seien besonders zahlreich und würden oft von unerfahrenen Chauffeuren gelenkt. EU-weit sterben jährlich 40.000 Menschen auf den Straßen. Durch Einführung der Tempobegrenzer sinkt nach Meinung der Kommission außerdem der Spritverbrauch um drei bis elf Prozent und mit ihm die Umweltbelastung. Auch Reifen, Bremsen und Motor hielten länger. Digitale Fahrtenschreiber sollen dem Entwurf zufolge überwachen, ob die Geräte ordnungsgemäß funktionieren. Für Lkw ab zwölf Tonnen und Busse über zehn Tonnen zulässiges Gesamtgewicht sind Tempobegrenzer seit 1992 vorgeschrieben. (vr/dpa)
EU plant Tempobegrenzer für Transporter und Busse
Tempobremse für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen soll Unfallzahlen senken