Kapstadt. Ein Streik der Transportarbeiter in Südafrika ist am Donnerstag nach 17 Tagen zu Ende gegangen. Dies bestätigte der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Satawu, Robert Mashego, in Johannesburg. Das Transportunternehmen Transnet habe zwar die Forderung nach einer 15-prozentigen Lohnerhöhung abgelehnt. Das in Staatsbesitz befindliche Unternehmen werde allerdings neben elf Prozent mehr Lohn auch eine Einmalzahlung leisten.
Südafrikas Regierung hatte die Gewerkschaften gedrängt, auf Arbeitskämpfe so kurz vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft zu verzichten. Im Streik befinden sich noch die Mitarbeiter der Bahngesellschaft. Zudem drohen neue Arbeitskämpfe in anderen Bereichen.
Der Arbeitskampf hat die Volkswirtschaft des Landes nach einer Schätzung des südafrikanischen Unternehmensverbandes Busa mehr als sieben Milliarden Rand (700 Millionen Euro) gekostet. Allein der Agrarbereich hatte nach den Worten von Landwirtschaftsministerin Tina Joemat-Pettersson Verluste von einer Milliarde Rand. Die Streiks hatten Häfen sowie den Frachtverkehr auf Schiene und Straße teilweise lahmgelegt. (dpa)