Hamburg. Die Elbe könnte im Seehafen-Hinterland-Verkehr von und nach Hamburg zu einer leistungsstarken Alternative zu Straße und Schiene ausgebaut werden. Diese Auffassung vertraten mehrere Experten auf dem Elb-Schifffahrtstag in Hamburg, der unter dem Leitmotiv "Die Elbe-Binnenwasserstraße mit Zukunft" stand. Im Containervor- und -nachlauf mit Hamburg könnten bis zu 200.000 TEU jährlich mit dem Binnenschiff transportiert werden, sagte Peter Dietrich, Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Ham- burg (UV). 2001 waren es rund 35.000 TEU. Dietrich: "Es wäre eine Verschwendung volkswirtschaftlicher Ressourcen, dieses Potenzial nicht zu nutzen." Dazu müssten allerdings die Restriktionen bei den Tauchtiefen durch gezielte Ausbaumaßnahmen im Flussbett beseitigt werden. Zudem muss eine Reihe von Brückenbauwerken so angepasst werden, dass Binnenschiffe Container in drei Lagen übereinander befördern können. Heute sind es nur zwei. Beide Beschränkungen bewirkten, dass die Wirtschaftlichkeit der Transporte "wesentlich beeinträchtigt wird", wodurch sich viele Verlader und Spediteure "für Straße und Schiene entschieden". Emil Sourek, Spitzenbeamter im tschechischen Verkehrsministerium, wies auf die vitalen wirtschaftlichen Interessen seines Landes an einer leistungsfähigen Elbe hin und forderte die Durchführung von wichtigen Ausbaumaßnahmen. (vr/eha)
Elbschiffer: 200.000 TEU pro Jahr liegen drin
Vertiefung des Flussbetts und Umbau von Brücken für Containertransporte gefordert