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Elbe-Seiten-Kanal: Erneute Forderungen nach Schleusenneubau in Scharnebeck

Zu klein: Gerade für die in der Containerbinnenschifffahrt immer häufiger genutzten Schubverbände geht die Nutzung des Schiffshebewerkes in Scharnebeck mit einem hohen Zeit- und damit auch Kostenaufwand einher
© Foto: Arndt

Leistungsfähiges Schiffshebewerk essentiell für Ausbau des Hamburger Hafens / Infrastruktur der Landverkehrsträger Bahn und LKW bereits heute nicht ausreichend


Datum:
18.03.2011
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Hamburg/Lübeck. Die Anpassung des Schiffshebewerks in Scharnebeck im Zuge des Elbe-Seiten-Kanals (ESK) an die modernen, großen Binnenschiffe muss weiterhin zu den Top-Prioritäten des Bundes gehören. Dabei muss sich Berlin immer wieder vergegenwärtigen: Ein leistungsfähiges Schiffshebewerk Scharnebeck ist auch für den Binnenschiffs-gestützten Hinterlandverkehr des Hamburger Hafens von größter Bedeutung. Nach aktuellem Sachstand will das Bundesverkehrsministerium im zweiten Halbjahr darüber entscheiden, wie es mit den Plänen zu einem Schleusenneubau in Scharnebeck weitergeht.

Scharnebeck: "Rückgrat für das norddeutsche Wasserstraßensystem"

Für den stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHK), Roland Schulz, ist der ESK „das Rückgrat für das norddeutsche Wasserstraßensystem". Wer im Übrigen den nur knapp 30 Kilometer von Scharnebeck entfernten Universalhafen Hamburg weiterentwickeln wolle, der müsse auch alles daran setzen, „dass die Container auch vermehrt über den Elbe-Seiten-Kanal abtransportiert werden".

Bahn und LKW stoßen an ihre Grenzen

Die Infrastruktur der Landverkehrsträger Bahn und LKW stoße bereits heute immer häufiger an ihre Grenzen. Schulz warnt das Bundesverkehrsministerium davor, „an der Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit einer neuen Schleuse in Scharnebeck" zu zweifeln. Diese Befürchtung kam jetzt auf, seit in Deutschland über den Sinn eines sogenannten „Vorrangnetzes für Bundeswasserstraßen" diskutiert wird.

Neue Schleuse wäre wirtschaftlich

Ein wichtiger Grund für diese Diskussion ist die angespannte Lage der öffentlichen Finanzen. Schulz verweist auf eine Studie der Schifffahrtsdirektion Mitte, die klar belege, „dass eine neue Schleuse nicht nur technisch machbar, sondern auch wirtschaftlich ist".

Tröstlich ist für die Kammer, dass bei den politischen Parteien in der Region Einigkeit darüber besteht, Scharnebeck in jedem Fall für den Schiffsverkehr der Gegenwart und der Zukunft fit zu machen. Gegenwärtig müssen zum Beispiel Container-Schubverbände kosten- zeitaufwändig vor einem Transport innerhalb des Schiffshebewerkes entkoppelt und anschließend wieder neu zusammengestellt werden. (eha)

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