Die erste Stufe zur Realisierung von DeSK – dem Ersten Deutschen E-Supplier Katalog – ist vollzogen. Mit dem Versand eines detaillierten Erfassungsbogens an über 4000 deutsche Lieferanten und Zulieferer startete in diesen Tagen die wohl umfassendste Untersuchung der E-Business-Fähigkeit deutscher Unternehmen. "Dies ist die erste und zugleich sehr umfängliche, repräsentative Erhebung der E-Readiness deutscher Lieferanten", stellt Professor Ulli Arnold vom Lehrstuhl für Investitionsgütermarketing und Beschaffungsmanagement der Universität Stuttgart fest, der die wissenschaftliche Auswertung leitet. Ziel von DeSK sei es zum einen, anhand der Ergebnisse dieser Erfassung eine wissenschaftlich fundierte Studie über den aktuellen Stand der E-Business-Fähigkeiten (E-Readiness) deutscher Lieferanten zu erstellen. Zum anderen haben die teilnehmenden Anbieter die Möglichkeit, sich mitsamt ihrer Daten, Merkmale und Fähigkeiten kostenfrei in der Online-Datenbank DeSK zu registrieren. Diese diene Entscheidern aus dem Einkauf als Werkzeug bei der Suche nach und der Auswahl von Lieferanten mit passenden E-Fähigkeiten.
Erste Zwischenergebnisse der Studie werden am 5. November 2002 auf dem BME-Symposium in Berlin vorgestellt. Interessierte Lieferanten und Zulieferer können sich noch bis zum 25. Oktober unter www.DeSK-Studie.de online registrieren oder den Erfassungsbogen zur Bearbeitung herunterladen und so an der Studie teilnehmen.
DeSK wurde von der Stuttgarter Internet-Handels-Plattform QuiBiq.de initiiert und wird gemeinsam mit namhaften Partnern aus Wirtschaft und Forschung realisiert. "Lieferanten an ihre E-Procurement-Systeme anzuschließen, das ist die große Herausforderung für Unternehmen, welche elektronische Beschaffung einführen und konsequent umsetzen wollen", konstatiert Norbert Fischer, Leiter B2B Supply Chain Management der Unternehmensberatung Cap Gemini Ernst & Young. Fischer fügt hinzu: "Über die E-Readiness seiner Lieferanten Bescheid zu wissen oder Lieferanten mit entsprechenden E-Fähigkeiten zu finden, stellt heute einen entscheidenden Vorteil dar. Darum haben wir uns als Unternehmensberatung exklusiv an DeSK beteiligt." Dabei wandele sich gerade das Anforderungsprofil an Anbieter und Zulieferer im Rahmen von elektronischer Beschaffung gewaltig.
"Für Einkäufer wird die E-Business-Fähigkeit ihrer Lieferanten zu einem immer wichtigeren Selektionskriterium im Rahmen ihrer Lieferantenauswahl", meint Holger Hildebrandt, Geschäftsführer des Bundesverbandes für Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME), welcher die Schirmherrschaft für DeSK übernommen hat. Doch finanzielle oder technische Defizite erlauben Lieferanten häufig nicht, die neuen Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Diese Probleme adressiert auch der DeSK-Partner Microsoft.
Mit den Microsoft Solutions for Supplier Enablement zielt Microsoft darauf ab, Lieferanten in die Lage zu versetzen, kosteneffizient am elektronischen Handel teilnehmen zu können und setzt die Standards in dem Wachstumsmarkt. "QuiBiq.de hat mit der DeSK-Initiative eine der großen Herausforderung für Lieferanten im Rahmen von E-Commerce thematisiert. Die Untersuchung ist ein Meilenstein für die Entwicklung in Deutschland", stellt Ingo Blunck, Mitglied der Geschäftsführung der Microsoft GmbH, fest.
"Die Studie macht Komplexitätsbewältigung zum Thema, da hier häufig Probleme bei der Umsetzung von E-Procurement-Projekten zu beobachten sind", stimmt auch Johannes Meier, Vorstandssprecher des DeSK-Partners GE CompuNet, aufgrund seiner Erfahrungen im Systemhausgeschäft zu.