Das erste Quartal 2026 sei von der Eskalation des Nahostkonflikts geprägt gewesen, erklärte der Logistiker DSV bei der Vorstellung seiner Quartalszahlen am Mittwoch, 29. April. DSV erzielte im ersten Quartal einen Bruttogewinn von 18.903 Millionen DKK, was einem Anstieg von 78,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, während das EBIT vor Sonderposten im ersten Quartal 2026 um 31,2 Prozent auf 4.855 Millionen DKK stieg. Das Wachstum sei in erster Linie durch den Beitrag von Schenker sowie durch die starke Leistung im Bereich Kontraktlogistik getragen worden, so der dänische Logistiker.
Integration von Schenker schreitet voran
Der Bereich Kontraktlogistik verzeichnete im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Anstieg des EBIT vor Sondereinflüssen um 180,1 Prozent, so das Unternehmen. Dieses Wachstum sei durch die Einbeziehung von Schenker sowie eine höhere Lagerauslastung gestützt worden. Im ersten Quartal 2026 wurde Integration von Schenker in DSV fortgeführt. Mehr als 50 Länder sind laut Unternehmen entweder bereits vollständig integriert oder befinden sich im Integrationsprozess. Dazu gehöre auch Deutschland, wo die Integration zu Beginn des Quartals angelaufen ist. Die Integration verlaufe planmäßig und soll laut DSV bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Die jährlichen Synergien werden von DSV weiterhin auf etwa neun Milliarden DKK geschätzt, wobei die volle finanzielle Wirkung im Jahr 2027 erwartet wird.
Schwierige Marktbedingungen und geopolitische Unruhen
„Im ersten Quartal 2026 erzielte DSV ein solides Finanzergebnis“, sagte Jens H. Lund, CEO der Gruppe. „Die Ergebnisse belegen die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäftsmodells trotz zunehmend schwieriger Marktbedingungen und geopolitischer Unruhen. Der Konflikt im Nahen Osten hat die globalen Lieferketten unserer Kunden zusätzlich unter Druck gesetzt, insbesondere im Geschäftsbereich Air & Sea.“ Gleichzeitig habe man die Integration von Schenker mit „unverminderter Dynamik“ vorangetrieben und werde die Bemühungen fortsetzen, DSV „durch künstliche Intelligenz und Technologie zu transformieren, um unsere Position als globaler Branchenführer zu stärken“.
Ausblick für das Jahr 2026 unverändert
Die Gesamtjahresprognose von DSV für 2026 bleibe unverändert. Die aktuellen Marktunsicherheiten im Zusammenhang mit Handelszöllen und den geopolitischen Risiken im Nahen Osten könnten allerdings unvorhersehbare Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und das Handelsumfeld haben, was sich auch auf den Finanzausblick von DSV auswirken könne. „Wir beobachten die Auslastung kontinuierlich und werden Kapazitäten sowie unsere Kostenbasis bei Bedarf anpassen, um die Produktivität zu steigern“, erklärte DSV.