Kopenhagen. Der dänische Logistikkonzern DSV steigt nun doch nicht bei der Fährrederei DFDS ein. Dies gab DSV am heutigen Mittwoch bekannt. Gemeinsam mit dem Partner Vesterhavet sei entschieden worden, den Vertrag zur gemeinsamen Mehrheitsbeteiligung an DFDS zu kündigen. DSV hatte Januar 2009 gemeldet, Anteile der Mehrheitsbeteiligung von Vesterhavet an der börsennotierten Reederei DFDS übernehmen zu wollen. Dazu wurde ein entsprechender Vertrag mit Vorbehaltsklausel über die gemeinsame Beteiligung von 56 Prozent der Aktienanteile und Stimmrechte abgeschlossen. DSV sollte durch den Erwerb von Aktien der neu gegründeten Vesterhavet-DSV Holding A/S die Miteigentümerschaft an DFDS A/S erlangen. Die Wettbewerbsaufsicht hatte die Transaktion nicht genehmigt, obwohl beide Unternehmen zusätzliche Maßnahmen vorgeschlagen hatten. DSV und Vesterhavet argumentieren, dass durch die Transaktion keine Probleme im Wettbewerb entstehen. Angesichts der Entscheidung der Wettbewerbsbehörde wollen beide Unternehmen nun aber nicht mehr durch die langwierige zweite Phase eines Zulassungsverfahrens gehen. DSV und Vesterhavet haben sich demzufolge geeinigt, den Vertrag zu annullieren. Zudem habe der DSV-Aufsichtsrat seine Entscheidung zurückgezogen, die Erhöhung des DSV Kapitals nach der Gesellschaftssatzung durchzuführen, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. (sb/pi)
DSV verzichtet auf Einstieg bei Reederei DFDS
Dänischer Logistikkonzern DSV und Vesterhavet annulieren Vertrag über gemeinsame Mehrheitsbeteiligung an DFDS