Demonstration: Flächentarif für private Zustelldienste gefordert

07.06.2010 17:00 Uhr

Proteste von Mitarbeitern privater Brief- und Zustelldienste in München / Vorwurf der Verweigerung an Arbeitsgeberverband

München. Mitarbeiter von privaten Brief- und Zustelldiensten haben am Montag in München lautstark für einen Flächentarifvertrag in ihrer Branche demonstriert. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi zogen rund 150 Beschäftigte am Nachmittag von einem Briefdepot zu einem Verlag und schließlich vor das Gewerkschaftshaus in der Münchner Innenstadt, um gegen die Haltung der Arbeitgeber in dem seit langem schwelenden Konflikt zu protestieren.

„Wir wollen für die Beschäftigten einen Flächentarifvertrag. Sollte dieser aber nicht zustande kommen, wird es unweigerlich zum Häuserkampf um Haustarifverträge kommen", warnte der Leiter des Fachbereichs Postdienste bei Verdi Bayern, Anton Hirtreiter.

Verdi wirft dem Arbeitgeberverband Neue Brief- und Zustelldienste (ABV NBZ) vor, sich Verhandlungen für einen Flächentarifvertrag zu verweigern, wie eine Gewerkschaftssprecherin sagte. Symbolisch führten die Demonstranten eine Pappfigur des ABV NBZ-Vorsitzenden und früheren Chef der Bundesagentur für Arbeit, Florian Gerster, an einen Verhandlungstisch. An den vier kommenden Montagen sind ähnliche Proteste in Augsburg, Rosenheim, Regensburg und Nürnberg geplant. (dpa) 

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