Kufstein. Am kommenden Sonntag, 1. Dezember, muss auf der Inntal-Autobahn bei Kufstein mit massiven Behinderungen gerechnet werden. Die A93, Abschnitt Inntaldreieck - Kufstein, könnte dann in der Zeit von 9 bis 12 Uhr komplett gesperrt sein. Der Grund ist eine Großdemonstration von Bürgerinitiativen gegen die Pläne des österreichischen Autobahnbetreibers ASFINAG, auf dem sechs Kilometer langen Abschnitt der A12 zwischen der Staatsgrenze bei Kiefersfelden und der Anschlussstelle Kufstein-Süd die Vignettenkontrollen wieder aufzunehmen. Bisher konnte dieser Abschnitt mautfrei befahren werden.
Federführend bei der Demonstration ist die Bürgerinitiative "Keine Maut ab Grenze". „Die deutsche Bevölkerung hat für den 2,5 Kilometer langen Streckenabschnitt Ausfahrt Kiefersfelden bis zur Landesgrenze Mitte Innbrücke 10 Millionen Euro an Baukosten bezahlt. Nutzen können wir sie ab dem 1. Dezember aber nur, wenn wir dem österreichischen Unternehmen ASFINAG Maut hierfür bezahlen”, erklärte Initiativensprecher Roland Schmidt gegenüber lokalen Medien. Dies könne nicht rechtens sein und greife in die Staatssouveränität ein, führte er dort weiter an. „Die erste Autobahnausfahrt des jeweiligen Nachbarlandes muss mautfrei sein – hier und eigentlich europaweit“, so sein klares Statement.
Störungen sind auch auf der österreichischen Seite auf der A12 zwischen Kufstein und Innsbruck einzukalkulieren, warnt der ADAC. Auch hier finden Protestaktionen der anliegenden Gemeinden statt, die bei der Einführung der Vignettenkontrollen eine starke Verkehrsbelastung durch Ausweichverkehre fürchten. Großräumig umfahren werden kann die Sperrung über den weiter westlich gelegenen Achenpass. Wer in Österreich auf kostenpflichtigen Strecken ohne gültige Vignette angetroffen wird, muss mindestens 120 Euro Strafe zahlen. (sno)