Die französische Reederei- und Logistikgruppe CMA CGM will ihre Aktivitäten in Nordamerika deutlich ausweiten. Geplant ist die Übernahme von FedEx Supply Chain, der Kontraktlogistik-Tochter des US-Konzerns FedEx.
Der vereinbarte Unternehmenswert liegt bei rund 1,4 Milliarden US-Dollar. Der Abschluss der Transaktion wird vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen für 2026 erwartet.
CEVA Logistics gewinnt deutlich an Größe
Mit dem Zukauf würde die Logistiktochter CEVA Logistics ihre Präsenz im nordamerikanischen Kontraktlogistikgeschäft massiv ausbauen. Nach Unternehmensangaben könnte sich das Geschäftsvolumen in diesem Bereich nahezu verdreifachen.
Das kombinierte Netzwerk würde künftig:
- rund 150 Lagerstandorte betreiben,
- mehr als 240 Standorte in Nordamerika umfassen,
- sowie etwa 20.000 Beschäftigte in der Region beschäftigen.
Damit würde CEVA zu einem der führenden Anbieter im nordamerikanischen Kontraktlogistikmarkt aufsteigen.
Ausbau der End-to-End-Strategie
Die Übernahme ist Teil der Strategie von CMA CGM, Kunden integrierte Logistiklösungen entlang der gesamten Lieferkette anzubieten.
Durch die stärkere Verzahnung von:
- Seefracht,
- Luftfracht,
- Lagerlogistik,
- und Transportmanagement
soll das Angebot aus einer Hand weiter gestärkt werden.
Zusammenarbeit auch bei Luft- und Seefracht geplant
Neben der Übernahme planen CMA CGM und FedEx zusätzliche kommerzielle Vereinbarungen.
Vorgesehen ist unter anderem:
- eine engere Zusammenarbeit im Seefrachtbereich,
- gemeinsame Aktivitäten bei ausgewählten Luftfrachtlösungen,
- sowie eine stärkere Nutzung der jeweiligen globalen Netzwerke.
CMA CGM soll dabei als bevorzugter Seefrachtpartner von FedEx fungieren. Die Kooperation bleibt jedoch nicht exklusiv.
Trend zur vertikalen Integration setzt sich fort
Die Transaktion reiht sich in einen längerfristigen Trend der Logistikbranche ein. Große Reedereien investieren verstärkt in nachgelagerte Logistikleistungen, um ihre Position entlang der gesamten Wertschöpfungskette auszubauen.
Ziel ist es,
- Kunden enger zu binden,
- zusätzliche Erlösquellen zu erschließen,
- und Lieferketten umfassender zu steuern.