-- Anzeige --

Brexit: Viele Übergangsfristen für EU-Importe laufen aus

Für den Handel nach Großbritannien kann das vereinfachte Einfuhrverfahren nun nicht mehr genutzt werden (Symbolbild)
© Foto: Gareth Fuller/PA Wire/Empics/picture-alliance

Zum Jahresende laufen zahlreiche Übergangsfristen aus, so dass es für den Warentransport nach Großbritannien teilweise deutlich höhere Anforderungen gibt.


Datum:
13.12.2021
Autor:
Thomas Burgert/dpa
Lesezeit: 
3 min
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

London. Ein Jahr nach dem Brexit gibt es erneut Änderungen beim Export von Waren aus der EU nach Großbritannien. Bisher hat die Regierung in London zahlreiche Übergangsfristen für Einfuhren aus der EU gewährt, die zum Teil mehrmals verschoben wurden. Gründe waren unter anderem Schwierigkeiten beim Handel nach dem Brexit und die Corona-Pandemie. Die meisten Fristen laufen mit dem Jahreswechsel aus, einige enden Mitte 2022. Damit kommt es nun auch auf britischer Seite zu Kontrollen. Experten warnen, dass viele Unternehmen noch nicht vorbereitet seien.

Die Änderungen haben Folgen, wie die bundeseigene Außenhandelsgesellschaft Germany Trade and Invest (GTAI) betont. So gelten vom 1. Januar an etwa höhere Anforderungen für die Einfuhr von Lebensmitteln aus der EU. Importe müssen vorab über eine IT-Anwendung angemeldet werden. Für jede Einfuhr ist eine Veterinärbescheinigung notwendig. „Es ist fraglich, ob sich der Export nach Großbritannien für viele, gerade kleinere Unternehmen dann noch lohnt oder ob der Aufwand zu groß wird“, hieß es von der GTAI.

Deutsche Exporteure müssen die Prozesse zum Teil neu organisieren

Zwar haben sich die meisten Unternehmen mittlerweile auf die neuen Zollregeln für den Handel zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU eingestellt, die Gemeinschaft kontrolliert die Einfuhren aus Großbritannien bereits seit Januar. Doch das vereinfachte Einfuhrverfahren für Waren aus der EU in Großbritannien kann nun nicht mehr genutzt werden. „Deutsche Exporteure müssen die Prozesse mit ihren britischen Kunden und den Transportdienstleistern zum Teil neu organisieren“, sagte GTAI-Zollexpertin Stefanie Eich. „Das ist aufwändig und könnte – zumindest zeitweise – zu Lieferschwierigkeiten führen.“

Großbritannien hatte am 1. Januar 2021 die EU-Zollunion und den Binnenmarkt verlassen. Trotz eines Handelsabkommens zwischen London und Brüssel gibt es seitdem Zollhürden und andere Schranken, die den Handel hemmen. (dpa)

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.