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BLV-pro befürchtet massive Versorgungsprobleme

BLV-pro fordert, dass jetzt der inländische Güterkraftverkehr gestärkt wird (Symbolbild)
© Foto: Jakob Gruber/dpa/picture-alliance

Der russische Angriff auf die Ukraine hat weitreichende Auswirkungen auf den Transport- und Logistikbereich, der Bundesverband Logistik & Verkehr warnt sogar vor einem „Versorgungskollaps“.


Datum:
25.02.2022
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit: 
3 min
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Wennigsen. Angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine befürchtet der Bundesverband Logistik & Verkehr (BLV-pro) massive Versorgungsschwierigkeiten in Deutschland. Der Verband spricht sogar von einem „Versorgungskollaps in Deutschland“ und Thomas Hansche, Sprecher des BLV-pro, stellt die Frage: „Was wird passieren, wenn die Ukraine oder andere Anrainerstaaten Soldaten und Reservisten einberufen, jetzt, wo in der Region nun der Krieg ausgebrochen ist?“

In den osteuropäischen Transportflotten – die laut Mauterhebung rund 50 Prozent des Lkw-Verkehrs in Deutschland stellen – kämen fast 90 Prozent des Fahrpersonals aus Ländern wie der Ukraine, Weißrussland, so BLV-pro. Diese Fahrer würden angesichts des Krieges in der Ukraine nun jedoch nach Hause fahren, um ihren Familien beizustehen oder Dienst an der Waffe leisten zu müssen, schreibt der Verband.

„Dann wird sich bedauerlicherweise zeigen, was der seit Jahren versäumte Wandel und die fehlende Stützung der heimischen Logistikbranche für Auswirkungen auf die Versorgung unserer Bevölkerung haben wird“, wirft der Verband einen Blick in die Zukunft. Durch die von der Politik zugelassene Zunahme der Abhängigkeit von billigen Flotten, seien deren Marktanteile gestiegen, die nun „abrupt und ohne Ersatz wegzubrechen“ drohten. Waren es in England andere Umstände, drohten nun auch in Deutschland „englische Verhältnisse“. Auch der Preis für Gas werde weiter steigen, warnte BLV-pro, was unter anderem auch Einfluss auf die Versorgung und den Preis von AdBlue haben werde.

BLV-pro-Sprecher Thomas Hansche fordert daher, dass jetzt der „inländische Güterkraftverkehr gestärkt, gefördert und ausgebaut werden, um dem drohenden Kollaps entgegenzuwirken“. Es gelte nun, im „Schulterschluss mit der Industrie und den heimischen Logistikunternehmen, die notwendigsten Lieferketten aufrechtzuerhalten und perspektivisch die im Laufe der Jahre entstandene Abhängigkeit von günstigen Flotten mit billigen Arbeitskräften nicht mehr zuzulassen“. Die dafür notwendigen Gesetze und Vorgaben seien vorhanden. (tb)

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