Berlin. Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) hat den von der Bundesregierung beschlossenen vorläufigen Ausbaustopp der Elbe kritisiert. Der ursprünglich geplante "moderate Elbeausbau", der größtenteils auf der Wiederherstellung von Wasserbauwerken beruhe, habe kaum Einfluss auf einen nachhaltigen Hochwasserschutz, betonte BDB-Präsident Heinz Hofmann gegenüber der Verkehrs-Rundschau. Auf der von der Bundesregierung einberufenen "Nationalen Flusskonferenz" widersprach er der von den Bündnis-Grünen vertretenen Ansicht, Schiffe könnten den Flüssen angepaßt werden. "Die Binnenschifffahrt operiert überregional. Deshalb können Schiffe nicht für einzelne Flussregime gebaut werden". Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig hatte erklärt, die Pläne für den Ausbau der Elbe kämen "komplett auf den Prüfstand". Auch einen Ausbau der Donau "wird es mit dieser Regierung nicht geben". Zudem würden die Staustufen an der Saale nicht gebaut. Der SPD-Politiker kündigte an, die Überprüfung der geplanten Flussbaumaßnahmen werde mit der Vorlage des neuen Bundesverkehrswegeplans Anfang 2003 abgeschlossen sein. Deutschland will 2004 zu einer internationalen Fachkonferenz einladen. Dort sollen Strategien für einen besseren gemeinsamen Hochwasserschutz entwickelt werden. (vr/jök)
Binnenschiffer kritisieren Moratorium für Elbe-Ausbau
Bodewig lehnt auch Staustufen an Donau und Saale ab