Die Kosten an den Tankstellen variierten 2025 je nach Region erheblich. Besonders tief mussten Autofahrer in Südostbayern sowie in der Grenzregion zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt in die Tasche greifen, wie zunächst die dpa vermeldete. Dort lag der Durchschnittspreis für Superbenzin der Sorte E5 laut Bundeskartellamt zwischen 1,78 und 1,79 Euro pro Liter – rund acht Cent mehr als in den günstigsten Gebieten.
Am preiswertesten war das Tanken im Berliner Norden. Hier zahlten Autofahrer im Schnitt 1,70 bis 1,71 Euro pro Liter. Grundlage der Auswertung sind Postleitzahlenbereiche, die nach den ersten beiden Ziffern gruppiert werden. Die teuersten Regionen begannen mit den Ziffern „83“ (Südostbayern) und „38“ (Grenzgebiet Niedersachsen/Sachsen-Anhalt), die günstigste mit „13“ (Berlin).
Überraschend ist die Preisentwicklung im bayerischen Südosten: Trotz der Nähe zu Österreich, wo Kraftstoff traditionell günstiger ist, blieb das Preisniveau hoch. Die erwartete Preisdämpfung durch grenzüberschreitenden Wettbewerb blieb aus.
Westen tendenziell günstiger – mit Ausnahmen
Generell waren die Preise im Westen Deutschlands eher niedriger. Ausnahmen bildeten jedoch der äußersten Südwesten, rund um Trier, im Frankfurter Raum und westlich von Köln. In weiten Teilen Sachsens, Sachsen-Anhalts, Thüringens und Brandenburgs waren die Preise dagegen teurer.
Das Bundeskartellamt betont, dass es sich um Durchschnittswerte handelt. Auch in teuren Regionen könne es günstige Tankstellen geben – und umgekehrt.
Preisschwankungen im Tagesverlauf nutzen
Wer zusätzlich sparen möchte, sollte die Preisentwicklung im Tagesverlauf beachten. Laut Kartellamt änderten Tankstellen ihre Preise im Jahr 2025 durchschnittlich 22 Mal pro Tag – ein neuer Höchstwert. Der ADAC empfiehlt, vor allem abends zu tanken, da die Preise dann deutlich niedriger sind als am Morgen.