Bahnprojekt Lyon-Turin gewinnt Konturen

31.07.2001 16:34 Uhr

Transportminister Frankreichs und Italiens einigen sich auf Trassenführung.

Bei einem Treffen in Turin haben sich der französische und italienische Transportminister auf einen konkreten Fahrplan für die Planung und den Bau der neuen alpenquerenden Eisenbahnlinie zwischen dem Rhône-Tal und dem oberitalienischen Industriebecken verständigt. Bauherr soll eine Aktiengesellschaft nach französischem Recht mit Hauptsitz in Chambéry und Generaldirektion in Turin sein; sie könnte schon Anfang September ihre Arbeit aufnehmen. Das bislang vorgesehene 5-Jahres-Programm wollen beide Seiten beschleunigen, nachdem das von der bi-nationalen Interessengemeinschaft GEIE Alpentunnel vorgelegte Dringlichkeitsprogramm für 2001 von den beiden Staatsbahn-Netzbetreibern RFF und RFI Ende schon Juni genehmigt wurde. Einig wurden sich Gayssot und Lunardi auch über die Trassenführung zwischen dem Knotenpunkt Turin und dem Basis-Alpentunnel, die Modernisierung der alten Linie Turin-Modane-Ambérieu und die Grundlagen für das geplante RoLa-Projekt auf dieser Strecke. Der Gütertransit soll weiträumig um Turin herumgeführt werden. Auf der bestehenden Linie wollen beide Länder das Bahnfrachtaufkommen bis spätestens 2006 verdoppeln. (vr/jb)

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