Bei einem Treffen in Turin haben sich der französische und italienische Transportminister auf einen konkreten Fahrplan für die Planung und den Bau der neuen alpenquerenden Eisenbahnlinie zwischen dem Rhône-Tal und dem oberitalienischen Industriebecken verständigt. Bauherr soll eine Aktiengesellschaft nach französischem Recht mit Hauptsitz in Chambéry und Generaldirektion in Turin sein; sie könnte schon Anfang September ihre Arbeit aufnehmen. Das bislang vorgesehene 5-Jahres-Programm wollen beide Seiten beschleunigen, nachdem das von der bi-nationalen Interessengemeinschaft GEIE Alpentunnel vorgelegte Dringlichkeitsprogramm für 2001 von den beiden Staatsbahn-Netzbetreibern RFF und RFI Ende schon Juni genehmigt wurde. Einig wurden sich Gayssot und Lunardi auch über die Trassenführung zwischen dem Knotenpunkt Turin und dem Basis-Alpentunnel, die Modernisierung der alten Linie Turin-Modane-Ambérieu und die Grundlagen für das geplante RoLa-Projekt auf dieser Strecke. Der Gütertransit soll weiträumig um Turin herumgeführt werden. Auf der bestehenden Linie wollen beide Länder das Bahnfrachtaufkommen bis spätestens 2006 verdoppeln. (vr/jb)
Bahnprojekt Lyon-Turin gewinnt Konturen
Transportminister Frankreichs und Italiens einigen sich auf Trassenführung.