Berlin. Die Konkurrenten der Deutschen Bahn konnten ihren Marktanteil im Schienengüterverkehr ausbauen. Dies geht aus dem Wettbewerbsbericht hervor, den die Bahn am Mittwoch vorstellte. Der Anteil nahm erneut leicht zu, er macht jetzt 26 Prozent aus (2010: 25,1 Prozent). Die gesamte Verkehrsleistung stieg im Schienengüterverkehr um 5,4 Prozent und erreichte mit 113,2 Milliarden Tonnenkilometern fast das Vorkrisenniveau von 2008.
Unterdessen fordert die Bundesnetzagentur vom Marktführer Bahn einen detaillierten Einblick in die Kostenkalkulation für das Schienennetz. Eine entsprechende schriftliche Aufforderung ist dem bundeseigenen Konzern nach Informationen des „Handelsblatts“ (Mittwoch) Ende Mai zugegangen. Bislang könne die Behörde nicht beurteilen, wie sich die Trassenpreise der Bahn zusammensetzen und ob diese Preise gerechtfertigt seien. „Uns fehlen die nötigen Informationen“, sagte die Vizepräsidentin Iris Henseler-Unger der Zeitung. Beschwerden von Wettbewerbern könne die Behörde deshalb nicht fundiert prüfen – obwohl das eigentlich laut Gesetz ihre Aufgabe sei.
Die Bahn wollte sich dazu nicht näher äußern. Ein Sprecher bestätigte auf Anfrage lediglich den Eingang der Forderungen von der Regulierungsbehörde. Das Unternehmen werde erst einmal prüfen, ob es dagegen vor Gericht ziehen soll, hieß es. (dpa)