BERLIN. Nach der Erörterung des Sanierungskonzeptes Mora C für die Güterverkehrstochter der Deutschen Bahn (DB), DB Cargo, hat die DB jetzt Einzelheiten bekannt gegeben. In Thüringen soll von den Güterverkehrsstellen weniger als die Hälfte übrig bleiben. Von derzeit 73 werden mindestens 33 erhalten, teilte der Konzernbevollmächtige mit. Betroffenen Firmen sollen andere Verladestellen angeboten werden. Keine Einschnitte gebe es beim Containerterminal in Erfurt/Vieselbach sowie den Knotenbahnhöfen Saalfeld und Erfurt. Erhalten bleiben unter anderem die Verladestellen in Arnstadt, Deuna, Gotha, Leinefelde, Weimar, Meuselwitz, Gerstungen und Zella-Mehlis. Derzeit werden nach Bahn-Angaben aus Thüringen täglich Güter im Umfang von 6000 bis 10.000 Tonnen auf die Reise geschickt. Auch aus unrentablen Strecken in Mecklenburg-Vorpommern wird sich die Bahn zurückziehen. Hier sollen zwei Drittel der Güterverkehrsstellen geschlossen werden. Als Grund nannte der Beauftragte der Konzernleistung für den Nordosten, Horst Gibtner, ein bundesweites Defizit von DB Cargo in jährlich dreistelliger Millionenhöhe. In Baden-Württemberg stünden etwa 130 von 253 Güterverkehrsstellen zur Disposition, darunter auch zahlreiche Gleisanschlüsse einzelner Unternehmen, teilte der Leiter der Niederlassung im Land, Hans-Joachim Güntner, in Stuttgart mit. Bis Jahresende sollen in Rheinland-Pfalz nur noch etwa 48 der 123 Güterverkehrsstellen bedient werden, im Saarland nur noch 27 von 43. Das sagte der regionale Konzernbeauftragte Rudolf Göbertshahn in Frankfurt. (vr/dpa)
Bahn gibt Details zur Sanierung bekannt
Besonders viele Güterverkehrsstellen werden in Thüringen geschlossen.