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BAG-Report: Mautnetz und Lkw-Verkehr im ersten Halbjahr 2022

Wie sich der Lkw-Fahrindex seit der Ukraine-Krise entwickelt hat, berichtet der BAG-Report
© Foto: tarras79/ iStock

Der Bericht beschäftigt sich mit den beeinträchtigten Fahrleistungen seit des Ukraine-Krieges, der Verkehrsverlagerung durch die Sperrung der Rahmedetalbrücke sowie einer erstmaligen Schätzung des Transitverkehrs mit Mautdaten.


Datum:
19.09.2022
Autor:
Stefanie Schuhmacher
Lesezeit: 
3 min
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am heutigen Montag, 19. September, erscheint der aktuelle Report Mautnetz und Lkw-Verkehr für das erste Halbjahr 2022, den das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) und Toll Collect gemeinsam erarbeitet haben. Auf Basis anonymisierter Daten aus dem Lkw-Mautsystem wurden die Veränderungen im mautpflichtigen Streckennetz, die Befahrungen durch Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen ab 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht sowie verkehrliche Besonderheiten analysiert. Außerdem berichtet die aktuelle Ausgabe über die Entwicklung einer Methodik zur Bestimmung des Transitverkehrsanteils im deutschen Bundesfernstraßennetz.

Die Länge des mautpflichtigen Straßennetzes hat sich unwesentlich verändert und beträgt für beide Fahrtrichtungen in Summe 101.660 Kilometer (Stand: Ende Juni). Zu den meistbefahrenden Strecken gehören nach wie vor die Autobahnabschnitte auf der A2 um Hannover und die Bundesstraßenabschnitte auf der B3 in der Nähe des Hamburger Hafens.

Ukraine-Krieg beeinträchtigt Fahrleistungen

Nach einem Anstieg im Januar und Februar 2022 ist die Fahrleistung ab März kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs primär aufgrund von Fahrermangel, Unterbrechung von Lieferketten und wegen steigender Treibstoffpreise gesunken. Den stärksten Einbruch gab es im Mai 2022 mit einem Minus von knapp drei Prozent. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 hat sich die Fahrleistung unbereinigt im Gesamtnetz um 0,2 Prozent erhöht. Insgesamt nutzten im ersten Halbjahr 2022 im Durchschnitt täglich rund 420.000 Lkw über 7,5 Tonnen das mautpflichtige Bundesfernstraßennetz. Davon war ein Drittel im Ausland zugelassen.

Verkehrsverlagerung durch Sperrung der Rahmedetalbrücke

Im ersten Halbjahr 2022 sind Befahrungsrückgänge auf der A45 zwischen dem Ruhrgebiet und dem Raum Frankfurt am Main erkennbar, die auf die Sperrung der maroden Rahmedetalbrücke zurückzuführen sind. Dadurch hat sich der Verkehr großräumig auf die Autobahnen A44 und A7 verlagert. In diesem Zusammenhang wurde die A3 einmal mehr zur Ausweichstrecke, nachdem sie bereits im zweiten Halbjahr 2021 nach der Hochwasserkatastrophe in Westdeutschland den Verkehr der in Nordrhein-Westfalen zu großen Teilen gesperrten Autobahn A61 aufgenommen hatte.

Erstmalige Schätzung von Transitverkehr mit Mautdaten

Erstmalige Schätzung von Transitverkehr mit Mautdaten Der Lkw-Fahrleistungsleistungsindex wird als bedeutsamer Konjunkturindikator tagesaktuell beobachtet. Dieser beinhaltet allerdings auch Transitverkehre, die für Aussagen zur deutschen Konjunktur weniger relevant sind. Das Bundesamt für Güterverkehr und Toll Collect entwickeln gemeinsam eine Methodik, um den Anteil des Transitverkehrs zu identifizieren und nach Möglichkeit im Anschluss herausrechnen zu können. So wird der Lkw-Maut-Fahrleistungsindex weiter an volkswirtschaftlicher Aussagekraft gewinnen.
Der Report wirft ein Schlaglicht auf die geschätzten bis zu 9.900 wöchentlichen Transitfahrten auf der Strecke zwischen Bad Bentheim an der niederländischen und Frankfurt (Oder) an der polnischen Grenze, die über die Autobahnen A30, A2, A10 und A12 führt. Er geht auf die komplexe Abgrenzung von Transit- und grenzüberschreitendem Start-/Zielverkehr ein, der seinen Ausgangs- oder Endpunkt in Deutschland hat.

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