Arbeitsniederlegung bei DHL in Brüssel

20.10.2004 17:14 Uhr

Verhandlungen zwischen belgischer Regierung und DHL über Ausweitung der Logistik-Aktivitäten am Standort Brüssel drohen zu scheitern. 2000 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.

Brüssel. Etwa 500 Beschäftigte des zur Deutschen Post AG gehörenden Frachtdienstes DHL in Brüssel haben in der Nacht zum Mittwoch ihre Arbeit niedergelegt. Sie forderten damit den Erhalt ihrer Arbeitsplätze am Hauptstandort des Unternehmens, dem Brüsseler Flughafen Zaventem. Hintergrund sind die schwierigen Verhandlungen zwischen DHL und der belgischen Regierung über eine Ausweitung der Logistik-Aktivitäten. Die Regierung will die Erlaubnis zur geplanten Ausweitung der DHL-Aktivitäten mit zusätzlich 1400 Arbeitsplätzen nur geben, wenn das Unternehmen leisere Flugzeuge als die derzeit gebrauchten MD 11 verwendet. Dies ist jedoch nach Darstellung von DHL mangels Alternativen auf absehbare Zeit nicht möglich. Sollte die Erweiterung des Drehkreuzes Brüssel nicht genehmigt werden, will DHL seine Hauptaktivitäten nach Leipzig oder zum französischen Flughafen Vatry verlegen. Am belgischen Standort bliebe nur noch ein kleinerer Umschlagplatz, weswegen mit dem Verlust von etwa 2000 Arbeitsplätzen gerechnet wird. (dpa)

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