Lotte. Die Fässer hatte ein Gabelstaplerfahrer beim Rangieren beschädigt, wie die Stadt Lotte am Nachmittag mitteilte. Zunächst hatte Lottes Bürgermeister Rainer Lammers von Blausäure gesprochen. Bei Toluylendiisocyanat, was unter anderem zur Herstellung von Schädlingsbekämpfungsmitteln und in der Farben-Industrie verwendet wird, handelt es sich um eine der Blausäure verwandte Wirkstoffgruppe. Nach Mitteilung der Stadt konnte die Feuerwehr das Gift schnell binden, ehe es ins Abwasser gelangen konnte. Sieben Feuerwehrleute und fünf Speditionsmitarbeiter seien im Krankenhaus mit Atemwegsbeschwerden behandelt worden. Als letzte sei eine Feuerwehrfrau nach vorübergehender Beobachtung in der Klinik im Laufe des Freitags auch wieder entlassen worden. Messungen hätten ergeben, dass zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden habe, hieß es weiter.
Ätzende Flüssigkeit in Spedition ausgetreten – Zwölf Verletzte
Auf dem Gelände einer Spedition in Lotte (Kreis Steinfurt) sind am Donnerstagabend zwölf Menschen mit einer giftigen Chemikalie verletzt worden. Aus zwei Fässern war der stark ätzende und bei Freisetzung als Reizgas wirkende Stoff Toluylendiisocyanat ausgetreten.