Paris. Trotz des starken Marktwachstums in Deutschland und China ist das Geschäft von Europas zweitgrößtem Autobauer PSA Peugeot Citroën im ersten Halbjahr 2009 kräftig eingebrochen. Der Absatz sei um 17,5 Prozent auf 1,39 Millionen Autos geschrumpft, teilte PSA am Dienstag in Paris mit. Der Verkauf von Autoteilen sei aber um gut ein Fünftel gestiegen. Der Gesamtabsatz sank um 14 Prozent auf 1,59 Millionen Fahrzeuge. In Europa ging der Verkauf der Marken Peugeot und Citroën von 1,3 auf 1,05 Millionen Autos und Transporter zurück. Der Marktanteil des Konzerns verharrte damit bei 13,6 Prozent. In Lateinamerika gab es einen Absatzrückgang von 142.000 auf 113.000 Wagen. Dagegen stieg der Absatz in China, wo der Markt um 18,4 Prozent zulegte, von 104.000 auf 118.000. Der Verkauf von leichten Nutzfahrzeugen in Europa ging im 1. Halbjahr um 35,7 Prozent zurück. Dennoch konnte PSA Peugeot Citroën seinen Marktanteil auf 22,1 Prozent ausbauen und seine führende Stellung auf dem Transportermarkt bestätigen. PSA erwartet in diesem Jahr „im besten Falle“ eine Schrumpfung des europäischen Automarktes um zwölf Prozent. Der Konzern rechnet mit einem operativen Verlust zwischen einer und zwei Milliarden Euro. 2008 hatte der Familienkonzern 343 Millionen Euro Verlust geschrieben. Im März hatte PSA drei Milliarden Euro langfristiger Kredite vom Staat erhalten. Im April kamen 400 Millionen Euro von der Europäischen Investitionsbank dazu. (dpa/ag)
Absatz von PSA Peugeot Citroën bricht ein
Französischer Autobauer behauptet im ersten Halbjahr trotzdem seine führende Stellung auf dem Transportermarkt