2010: FNTR prognostiziert zwei Prozent Mehrkosten

01.12.2009 07:30 Uhr
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Der französische Gewerbeverband FNTR rechnet im kommenden Jahr mit einem Kostenanstieg von rund zwei Prozent

Pariser Gewerbeverband rechnet mit Kostenanstieg / Ende der Krise und Mehrkosten durch vorgesehene neue Steuerprojekte erschweren Prognose

Paris. Der französische Gewerbeverband FNTR geht für das kommende Jahr von Mehrkosten in Höhe von durchschnittlich zwei Prozent aus, die Entwicklung der Dieselpreise nicht eingerechnet. Im Regionalverkehr dürfte der Anstieg 2,1 Prozent erreichen, die Lohnkosten würden sich nach Schätzungen des Verbandes um 1,9 Prozent erhöhen. Nur mäßig zunehmen könnten auch die Kosten für Wartung, Reparaturen und Reifen. Was der Straßengütertransport dagegen im nächsten Jahr an Autobahngebüren entrichten müsse, sei nicht absehbar. Zu rechnen sei aber wahrscheinlich mit einer saftigen Erhöhung. FNTR veranschlagt sie auf vier Prozent. Als weitere Unbekannte nennt der Verband das Ende der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Umrüstung des Fahrzeugparks auf die Klasse Euro 5 werde für diesen Betriebsposten Mehrkosten in Höhe von 3 Prozent mit sich bringen. Völlig in den Sternen stehe jedoch noch die zukünftige Zusatzbelastung im Gefolge der in Frankreich geplanten neuen Reglementierungen. Sie zielten nicht darauf ab, den Transportunternehmen das Leben zu erleichtern. Inzwischen hat der Senat, die Zweite Kammer des Parlaments, der von der Regierung gewünschten Abschaffung der Gewerbesteuer zugestimmt. Sie wird ab Januar durch einen „regionalen Wirtschaftsbeitrag" (CET) abgelöst. Dieser soll sich nach dem Grundbesitz und dem Mehrwert von Unternehmen mit mehr 500.000 Euro Jahresumsatz bemessen. Hinzugefügt hat der Senat einen Zusatz, demzufolge jeder Betrieb, gleich welcher Größe, einen Grundbeitrag von 250 Euro entrichten muß. Verkehrsstaatssekretär Dominique Bussereau hatte vor Kurzem vor dem FNTR-Jahreskongreß versichert, der Straßengütertransport könne im Zuge der diversen Steuerreformen mit Steuererleichterungen in Höhe von 50 Millionen Euro rechnen. Der Generaldelegierte des Verbandes, Nicolas Paulissen, erklärte jedoch, man müsse sich fragen, woher denn der Staat diesen Betrag nehmen wolle und ob beispielsweise der Transport auf eigene Rechnung in die Kalkulation eingegangen sei. Beim Spediteursverband TLF stellt man sich momentan dieselbe Frage. (jb)

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