Lkw auf der Autobahn

Das Thüringer Verkehrsgewerbe verlangt, die Kabotage-Regelungen für den Straßengüterverkehr zum Schutz regionaler Anbieter auszusetzen (Symbolbild)

©Patrick Seeger/dpa/picture-alliance

Thüringer Fuhrunternehmer fordern Schutz vor Billigkonkurrenz

Aufgrund der aktuell ruinösen Frachtpreise verlangt Hauptgeschäftsführer Kammer, dass geltende Kabotage-Regelungen außer Kraft gesetzt werden sollten. Andernfalls seien Existenzen gefährdet.

Erfurt. Das Thüringer Verkehrsgewerbe hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) angesichts der Corona-Krise um Schutz vor Billigkonkurrenz gebeten. Durch den derzeitigen Einbruch der Wirtschaft gebe es ein hohes Angebot an Laderaum, erklärte Hauptgeschäftsführer Martin Kammer am Mittwoch in Erfurt. „Das führt dazu, dass ruinöse Frachtpreise im innerdeutschen Güterverkehr angeboten werden.“

Vor allem Speditionen aus Osteuropa stellten billigen Laderaum zur Verfügung. „Daher müssen die Kabotage-Regelungen, also die Möglichkeit für Transporte innerhalb eines Landes durch ausländisches Verkehrsunternehmen, zum Schutz regionaler Anbieter ausgesetzt werden“, begründete er seine Forderung. Es gehe um das Überleben klein- und mittelständiger Fuhrunternehmen, betonte Kammer demnach in einem Brief an Scheuer.  (dpa/sn)

Mehr zu diesem Thema

Das Profiportal der VerkehrsRundschau - umfassend, schnell, rechtssicher und lösungsorientiert.

1000px 588px

WEITERLESEN: