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Start-ups erleben Finanzierungsboom - Berlin und Bayern vorn

Start-ups erhielten vergangenes Jahr viel Unterstützung – unter ihnen der Lebensmittellieferant Gorillas
© Foto: Gorillas Operations Germany GmbH & Co KG

Gründer in Deutschland profitieren davon, dass bei Investoren das Geld wieder locker sitzt. Nach einem Dämpfer in der Pandemie bekommen Start-ups Rekordsummen. Die fließen meist nach Berlin und Bayern - der Abstand zum Rest der Republik ist groß.


Datum:
13.01.2022
Autor:
Stefanie Schuhmacher/ dpa
Lesezeit:
2 min
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Frankfurt am Main. Start-ups in Deutschland haben im vergangenen Jahr so viel Geld eingeworben wie nie zuvor. Junge Firmen erhielten laut einer neuen Studie die Rekordsumme von fast 17,4 Milliarden Euro Risikokapital von Investoren - mehr als dreimal so viel wie im Corona-Krisenjahr 2020 (5,3 Milliarden). Die Zahl der Finanzierungsrunden stieg kräftig um 56 Prozent auf 1160, wie die Beratungsgesellschaft EY am Donnerstag mitteilte. Dabei sammelten Gründer in Berlin das mit Abstand meiste Geld ein, gefolgt von Bayern. Sie lagen auch bei den großen Deals vorne. Das meiste Risikokapital floss in junge Firmen aus den Branchen Finanzen, Online-Handel und Software

Start-ups mit ihren meist technologiebasierten Geschäftsmodellen profitieren davon, dass die Digitalisierung in der Pandemie einen Schub bekommen hat. Ob Homeoffice, Online-Shopping, Streaming, Essenslieferungen oder Finanzgeschäfte - Corona verstärkt Trends.

Lebensmittellieferdienst Gorillas sahnt ab

Nach Berlin flossen 10,5 Milliarden Euro Risikokapital, damit kam die Gründerhochburg allein auf 60 Prozent Marktanteil. Nach Bayern gingen 4,4 Milliarden Euro (26 Prozent Marktanteil). Andere Bundesländer verbuchten zwar auch große Zuwächse, folgten aber mit viel Abstand - etwa Baden-Württemberg (599 Millionen Euro), Nordrhein-Westfalen (566 Mio) und Hamburg (459 Mio).

Die größte Transaktion in Deutschland 2021 war demnach eine Geldspritze von 861 Millionen Euro für den Berliner Lebensmittellieferdienst Gorillas. Es folgt eine Investition von 830 Millionen Euro in den Münchner Software-Anbieter Celonis. (ste/dpa)

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