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BLV-pro fordert temporäre Senkung der Mineralölsteuer

Der BLV-pro fordert eine temporäre Senkung der Mineralölsteuer und eine Deckelung der Preise
© Foto: mauro grigollo / Getty Images / iStock

Die kräftig steigenden Dieselpreise könnten dramatische Auswirkungen haben, so warnt der Bundesverband Verkehr & Logistik vor zahlreichen Insolvenzen bei deutschen Transportunternehmen.


Datum:
29.10.2021
Autor:
Thomas Burgert
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Hannover. Angesichts der hohen Kraftstoffpreise hat der Bundesverband Verkehr & Logistik (BLV-pro) eine temporäre Senkung der Mineralölsteuer und eine Deckelung der Preise gefordert. Der Verband verweist darauf, dass im Oktober 2020 der Diesel 0,90 Euro pro Liter kostete, dieser Preis liegt aktuell bei über 1,50 Euro pro Liter. Diesen Preisanstieg von mehr als 50 Prozent könnten die Transportunternehmen jedoch in den seltensten Fällen an den Kunden weitergeben. Die deutschen Betriebe seien durch diese Preissteigerung einem enormen Druck ausgesetzt.

„Wir stehen unmittelbar vor englischen Verhältnissen. Angesichts der Prognosen und Berichten aus England über leere Tankstellen und Regale, ist bereits in Deutschland Unruhe unter der Bevölkerung und es kommt zu ersten Panikeinkäufen. Die Lieferketten werden spätestens zu Weihnachten 2021 zusammenbrechen und so manches Geschenk wird nicht unter dem Weihnachtsbaum landen“, warnte der BLV-pro-Vorstandsvorsitzender Konstantin Popov. Die Politik müsse eingreifen, da sonst „tausende von Arbeitsplätzen verloren gehen“, sagte Popov.

Marktanteile gehen an osteuropäische Unternehmen verloren

„Wir müssen und können doch nicht immer Marktanteile an die osteuropäische Transportunternehmer abgeben. Wenn 2011 der Markanteil der gebietsfremden Lkw in Deutschland – gemessen an der Maut – bei 23 Prozent lag, so betrug der Anteil 42,4 Prozent im Jahr 2017“, ergänzte BLV-pro-Vorstand Sigo Schmeiduch. Deutschland mache sich so zu sehr abhängig von den Großflottenbetreiber aus Osteuropa. Der Wettbewerbsvorteil der dort ansässigen Transportunternehmen lasse sich laut BLV-pro unmittelbar an den Treibstoffpreisen in deren Ländern ablesen, denn viele Lkw dieser Spediteure würden zum Wochenende das Heimatland ansteuern, um dort vollzutanken.

„Wir drängen nun auf sofortige Hilfen und Umsetzung, bevor die Branche zum Erliegen kommt. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als durch Stilllegung zum Beispiel neuralgischer Verkehrspunkte in Deutschland der Politik klarzumachen, wie ernst die Lage ist“, erklärte der Verband abschließend. (tb)

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