Im Vergleich zur bislang für entsprechende Einsätze verwendeten SAF-Lösung sollen die Fusion-Aggregate mehr als 40 Kilogramm Eigengewicht pro Achse einsparen. Denn bis dato gab es im Portfolio der Bessenbacher keine Lösung für elf Tonnen Tragkraft. Mit SAF Intra bietet SAF-Holland ein klassisches Neun-Tonnen-Aggregat. Die Baureihe Modul deckt wiederum ein breites Spektrum bis 14 Tonnen ab. Für Anwendungen, die die Intra nicht abdecken konnte, musste die Achsschmiede deshalb bislang auf die deutlich robusteren Modul-Achsen zurückgreifen. Das Modell Fusion setzt mit einer Tragkraft von elf Tonnen nun dazwischen an.
Fahrwerkkonzept von Assali Stefen, Komponenten von SAF-Holland
Dabei hat SAF-Holland nach Angaben von Alexandre Charpiot, President EMEA bei SAF-Holland, auf Know-how aus seiner Firmengruppe zurückgegriffen und ein Fahrwerkskonzept von Assali Stefen mit der Achskompetenz von SAF verbunden und daraus eine neue Familie entwickelt. „Für unsere Kunden bedeutet das vor allem weniger Gewicht und mehr Flexibilität für unterschiedliche Fahrzeugkonzepte“, verspricht er.
Demnach ist die technische Grundlage der Fusion-Baureihe ein Fahrwerkskonzept von Assali Stefen, das bereits seit Jahren im Markt eingesetzt wird. SAF-Holland habe dieses Konzept weiterentwickelt und an eigene Standards adaütiert, wozu der Achsenspezialist es nach eigenen Aussagen mit bewährten SAF-Komponenten wie Achsrohr, Brems-, Rad- und Radlagerkomponenten ausgestattet hat.
Einheitliche Schnittstellen zum Fahrzeugrahmen
Parallel zur technischen Entwicklung passte SAF-Holland demnach das Assali-Stefen-Konzept an die etablierten Maße und Geometrien des eigenen Portfolios an, um Schnittstellen zum Fahrzeugrahmen zwischen SAF Fusion und Modul zu standardisieren. Haltebock und Luftfeder sind demnach so ausgelegt, dass Trailer-Hersteller bei unterschiedlichen Lastanforderungen mit möglichst einheitlichen fahrzeugseitigen Schnittstellen arbeiten können.
Das Entwicklungsziel von SAF umfasse unterschiedliche Achstypen und Bereifungskonzepte im Bereich bis elf Tonnen, darunter Starr- und Lenkachsen sowie Einzel- und Zwillingsbereifung. Typische Einsatzfelder der Fusion sind Tieflader, Holztransporter, Tanker, Schwerlast-Kippfahrzeuge und Zentralachsanhänger. Der Serienstart für erste Anwendungen soll im zweiten Quartal 2028 erfolgen.