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Fahrsimulator soll Freigabeverfahren für automatisiertes Fahren vereinfachen

Die Entwicklung der vier Forschungspartner überträgt Realstrecken detailgetreu in den Fahrsimulator
© Foto: TU Graz

Ein in Österreich entwickeltes Simulationswerkzeug soll es möglich machen, Tests von der Realstrecke in den Fahrsimulator zu verlegen und so Freigabeverfahren zu beschleunigen.


Datum:
10.11.2021
Autor:
Thomas Burgert
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Graz. Die Technische Universität Graz, das Joanneum Research, AVL und Fraunhofer Austria haben eine Methode entwickelt, mit der die Freigabeprozesse beim autonomen Fahren vereinfacht werden sollen. Eine Stunde im Fahrsimulator ist schließlich deutlich günstiger und weniger organisationsaufwendig als die reale Fahrstunde auf einer Testtrecke.

Anfang dieses Jahres trat das erste weltweite Regulativ für automatische Spurhaltesysteme (Automated Lane Keeping Systems, ALKS) in Kraft, in dem erstmals die Zulassungskriterien hochautomatisierter Systeme (Autonomes Fahren Level 3) bis zu einer maximalen Geschwindigkeit von 60 km/h anhand eines Stauassistenten (traffic jam assistant) festgeschrieben sind.

Darauf basierend, haben die vier Forschungspartner in den letzten Monaten eine Methode entwickelt, mit der die Übernahmebereitschaft in einem Fahrsimulator realistisch überprüft und die Ergebnisse zur Zertifizierung von ALKS-Systemen herangezogen werden können.

Vergleichsfahrten auf realer Strecke

Das Projekt entwickelt ein Simulationswerkzeug, um die Mensch-Maschine-Interaktion detailgetreu abzuprüfen – in einem Pkw ebenso wie in einem Lkw. Laut Mitteilung der TU Graz handelt es sich bei der maschinellen Wahrnehmung um die „Sinnesorgane des Fahrzeugs“. „Wenn das gleich ablaufen soll wie in der Realität, müssen die Umgebungen in der Simulation bis auf den Zentimeter genau mit der realen Umwelt übereinstimmen“, sagte Arno Eichberger, Leiter des Forschungsbereichs „Automated Driving & Driver Assistance Systems“ am Institut für Fahrzeugtechnik der TU Graz. Diese Genauigkeit würden die sogenannten „Ultra High Definition Karten“ von Joanneum Research (JR) erreichen.

Der Validierungsnachweis erfolgt mithilfe von Vergleichsfahrten auf der Realstrecke. „Mit unserer Methode ist es für Automobilhersteller auf einfache Art und Weise möglich, ein bestimmtes Sampling auf der Realstrecke und im Fahrsimulator zu vergleichen und zu validieren. Somit kann der Test schlussendlich von der Realstrecke in den Fahrsimulator übertragen werden“, sagte Eichberger. (ms)

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