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Elektro-Lkw: Betriebliche Zuverlässigkeit der Fahrzeuge im Fokus

Die Unternehmen fordern bei der Elektromobilität verlässliche politische Rahmenbedingungen (Symbolbild)
© Foto: Luftbildfotograf / stock.adobe.com

Verlässlichkeit und Planungssicherheit sind für die Transportunternehmen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz von Elektrofahrzeugen im Straßengüterverkehr, wie eine Umfrage einmal mehr zeigt.


Datum:
25.02.2022
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit: 
5 min
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Berlin. Eine zuverlässige und flächendeckende Energieinfrastruktur, verlässliche Fahrzeugmodelle sowie niederschwellige Fördermöglichkeiten für Neuanschaffungen sind Voraussetzungen für einen Einsatz von Elektrofahrzeugen im Straßengüterverkehr. Das geht aus einer aktuellen Befragung von rund 250 Transportunternehmen hervor, die das Öko-Institut und die Hochschule Heilbronn im Forschungsprojekt „Strategie für die Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs“ durchgeführt haben.

Ein Großteil der befragten Unternehmen fordert, dass die Elektro-Lkw mindestens 500 Kilometer im Nah- und Regionalverkehr sowie 800 Kilometer im Fernverkehr fahren können sollten. Umwege für das Laden der Batterien oder Tanken von Wasserstoff werden nur in geringem Umfang und bis maximal zehn Kilometer toleriert.

Die Umfrage zeigt zudem, dass neben den Gesamtkosten die Praxistauglichkeit und das Setzen auf bewährte Modelle für eine Kaufentscheidung wichtig sind. Speziell für die Vielzahl kleiner Betriebe stelle die Anschaffung von Elektro-Lkw mit der im Vergleich zu Dieselantrieben – zumindest anfänglich – eingeschränkten Flexibilität ein Risiko für die Erfüllung ihres Transportgeschäfts dar.

Risiko bei der Beschaffung von neuen Fahrzeugmodellen

Die Befragten weisen zudem auf ein hohes finanzielles Risiko bei der Beschaffung von neuartigen Fahrzeugmodellen und angesichts wenig verlässlicher politischer Rahmenbedingungen hin. Diese Risiken würden von den Förderbedingungen (Stand: Frühjahr 2021) nicht oder nur unzureichend aufgefangen. So wünschen sich die Unternehmen etwa eine Förderung beim Fahrzeugkauf sowie Entlastungen im Betrieb bei der Maut oder der Kfz-Steuer.

„Transportunternehmen brauchen Zuverlässigkeit auf ganzer Linie“, fasste Katharina Göckeler, Wissenschaftlerin am Öko-Institut mit Schwerpunkt klimafreundlicher Güterverkehr zusammen. „Elektromobilität ist bislang im Fuhrpark wenig erprobt und wird zum Teil noch skeptisch gesehen.“ Gerade deshalb seien „klare Signale der Politik zur Förderung der Elektromobilität im Straßengüterverkehr nötig“. (tb)

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