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Ab in die Werkstatt: Rückrufaktion bei MAN für Lkw mit D26-Motoren

28.06.2024 18:45 Uhr | Lesezeit: 1 min
Die MAN-Zentrale in München
Die Zentrale von MAN Truck & Bus in München. Der Hersteller forderte Besitzer bestimmter Lkw- und Busse noch einmal auf, die Fahrzeuge zu einem Service-Check in die Werkstatt zu bringen 
© Foto: MAN Truck & Bus SE

Betroffen sind laut dem Hersteller Fahrzeuge der Baujahre 2016 bis 2019 mit D26-Motoren der Euro-6c-Norm. Es könne in seltenen Fällen zu Motorschäden oder -bränden kommen. Rund die Hälfte der betroffenen Fahrzeuge war schon in der Werkstatt.

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Der Lkw- und Bushersteller MAN Truck & Bus ruft Lkw und Busse der Baujahre 11/2016 bis 08/2019 mit Euro-6c-Motoren der Typen D2676LF51-53 oder D2676LOH35-37 zu einem Check in die Werkstatt. Betroffen davon sind insgesamt rund 120.000 Lkw und über 5.000 Busse.

Kunden, die das Service-Angebot bislang nicht wahrgenommen haben, seien mit einem Schreiben erneut dazu aufgerufen worden, die Fahrzeuge in einer MAN-Fachwerkstatt überprüfen zu lassen, teilt das Unternehmen weiter mit.

Grund für den Check: Die gesetzlich geforderten bleifreien Lager der genannten Baujahre sind empfindlicher gegen Verunreinigungen und Ölalterungen. Es könne in seltenen Fällen zu Motorschäden und, unter ungünstigen Umständen, zu nachfolgenden Motorbränden kommen, so der Hersteller.

Er hatte seit Ende 2022 die betroffenen Halter der Fahrzeuge bereits mehrfach informiert und aufgefordert, Werkstätten aufzusuchen. Seitdem sind laut MAN insgesamt über 60.000 Maßnahmen in den Werkstätten durchgeführt worden. Dies entspreche in etwa 50 Prozent der betroffenen Fahrzeuge.

Nach Erkenntnissen des Herstellers kam es seit Markteinführung der entsprechenden Motoren zu 170 Brandfällen. Diese könnten – neben anderen möglichen Ursachen – auf das genannte Motorschadensmuster zurückzuführen sein. In diesem Jahr habe es 18 Fälle gegeben, deren Ursache höchstwahrscheinlich im beschriebenen Schadensmuster liege.

Für die sich im Feld befindlichen weiteren Fahrzeuge hat der Hersteller eigenen Angaben zufolge die Werkstätten hinsichtlich der Relevanz der Ölqualität sensibilisiert und gezielt instruiert. Zusätzlich habe man entsprechende technische Maßnahmenpakete umgesetzt, wie den vorsorglichen Tausch eines möglicherweise durch überaltertes Öl angegriffenen Ölfilterdeckels. Bei besonders anspruchsvollen Nutzungsprofilen habe man individuelle Anpassungen in direktem Austausch mit den Kunden eingeleitet.

Bei Nichteinhaltung der Wartungstermine und der vorgesehenen Werkstattaktionen könne es nach einer längeren Laufleistung zu ersten Schadensfällen kommen, warnt der Hersteller. Dies sei in der Regel zwischen 400.000 und 500.000 Kilometern der Fall. Würden alle für diese Motorentypen vorgesehenen Service- und Ölwechsel-Termine fristgerecht eingehalten, sehe man keine auffälligen Häufungen von Motorschäden.

Als weitere bekannte Gründe für Schadensfälle führt der Hersteller unter anderem eine Überdrehzahl beim Lkw an. Auch das Eindringen von (Kühl-)Wasser ins Motoröl, Motortuning, das Verwenden nicht freigegebener Motoröle und von Wartungsteilen wie Motorölfilter, die nicht den Herstellervorgaben entsprechen, könnten Schäden verursachen.

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