Corona, Coronavirus, Mundschutz

Panikmache auch hierzulande? Bereits der erste Fall des Corona-Virus in Deutschland hat die Nachfrage nach Atemmasken in Apotheken stark erhöht

©Fabian Strauch / dpa / picture alliance

Markt: Coronavirus könnte Konjunktur treffen

Bislang scheinen sich die Folgen zwar in Grenzen zu halten, ein längerer Stillstand könnte aber die Lieferketten in der Chemie, im Fahrzeugbau, in der Textilbranche und der Elektronik unterbrechen, warnen Experten.

Frankfurt/Main (dpa). Der Coronavirus lähmt die Weltwirtschaft: Airlines fliegen nicht mehr nach China, die Bänder von VW und BMW in dem Land stehen derzeit still, Apple schließt dort vorübergehend seine Geschäfte. Bislang scheinen sich die Folgen allerdings in Grenzen zu halten. Wegen der Feiertage rund um das chinesische Neujahrsfest - in diesem Jahr am 25. Januar - war die Produktion ohnehin eingeschränkt. "Der aktuelle Ausbruch des Coronavirus hat zum jetzigen Zeitpunkt nur regional begrenzte Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb von DB Schenker", sagt beispielsweise eine Sprecherin der Deutschen Bahn.

Größtes Risiko: Die Panikmache

DIW-Präsident Marcel Fratzscher warnt auch: "Die größte wirtschaftliche Sorge ist die Panikmache, die wir in Einzelfällen auch in Europa sehen." Die Angst vor dem Unbekannten führe bei Konsumenten und Unternehmen - vor allem in China, aber auch global - zu übertrieben starken Reaktionen. Allerdings komme das Coronavirus auch zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, "da die Risiken in der Weltwirtschaft durch Handelskonflikte, Brexit, schwache Banken und geopolitische Konflikte ohnehin schon ungewöhnlich hoch sind".

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China wichtiger Exportmarkt Deutschlands

Ein längerer Stillstand könnte vor allem Lieferketten in der Chemie, im Fahrzeugbau, in der Textilbranche und der Elektronik unterbrechen, warnen Ökonomen der Allianz. Hersteller auch in Deutschland bekämen benötigte Teile nicht mehr, sie müssten andere Lieferanten finden oder ihre Produktion herunterfahren. Zugleich ist China ein wichtiger Exportmarkt für deutsche Produkte. Mittlerweile gehen der Commerzbank zufolge gut sieben Prozent der deutschen Ausfuhren in das Land - hauptsächlich Autos und Autoteile sowie Maschinen. Allein die deutschen Autobauer machen Fratzscher zufolge ein Drittel ihrer Gewinne in China. Umgekehrt importiert Deutschland insbesondere Datenverarbeitungsgeräte sowie elektrische Ausrüstungen.

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