Streik, Frankreich

Französische Unternehmensverbände fürchten, dass der erneute Streik gegen die Rentenreform auch den Güterverkehr einschränkt

©Alain Pitton/NurPhoto/picture-alliance

Landesweiter Streik in Frankreich am 5. Dezember 2019

Der Ausstand könnte erneut auch den Güterverkehr betreffen. Die Transporteure im kombinierten Verkehr verlangen von der französischen Staatsbahn SNCF und der Regierung, dass zumindest ein Basisbetrieb gewährleistet wird.

Paris. Für den 5. Dezember 2019 haben die französischen Gewerkschaften zu einem unbefristeten landesweiten Streik gegen die von der Regierung geplante Rentenreform  aufgerufen. Er könnte erneut auch den Güterverkehr betreffen. Im vergangenen Jahr hatte ein ähnlicher Streik drei Monate lang den Zugverkehr in Frankreich lahmgelegt. Die damit verbundenen Betriebsausfälle will der Verband der Transporteure im kombinierten Verkehr (GNTC) nicht noch einmal erdulden müssen und forderte deshalb die Staatsbahn SNCF und die Regierung auf, für die Zirkulation von Kombi-Zügen einen Mini-Service einzurichten.

Der Verband verweist darauf, dass dieser französische Transportsektor seit dem letzten landesweiten Dauerstreik wieder zu Kräften gekommen sei und seither eine steigende Tendenz aufweise. Demnach ist die Zahl der im Inland verkehrenden Züge außerhalb der sogenannten Schienenautobahnen von 15.137 im Jahr 2017 auf 16.045 im Jahr 2018 gestiegen. Im August des laufenden Jahres liege sie schon bei 11.592 Zügen. Das sei im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs um 6,6 Prozent. (jb/ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special FRANKREICH – TRANSPORT & LOGISTIK.

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Frankreich – Transport & Logistik


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