VDA 5050 erweitert Integration mobiler Roboter

19.03.2026 10:02 Uhr | Lesezeit: 3 min
Transportroboter fahren autonom in einem Lager
Mobile Roboter gewinnen in der Intralogistik immer mehr an Bedeutung - für eine standardisierte Leitsteuerung sorgt die Kommunikationsschnittstelle VDA 5050 (Symbolbild)
© Foto: Maksym/stock.adobe.com (KI-generiert)

Die neueste Version 3.0. der Kommunikationsschnittstelle VDA 5050 für mobile Roboter integriert unter anderem ein Zonen-Konzept für die freie Navigation.

Unterschiedliche mobile Roboter mit einer Leitsteuerung in einer gemischten Flotte betreiben – das ermöglicht die Kommunikationsschnittstelle VDA 5050. Jetzt wurde mit der Version 3.0 auf GitHub ein Update veröffentlicht. Damit erweitern der VDMA Fachverband Fördertechnik und Intralogistik sowie der Verband der Automobilindustrie VDA die Schnittstelle nun so, dass auch mobile Roboter mit höheren Autonomiegraden besser integriert werden können.

Das sind die Neuerungen

  • Zonen-Konzept für die freie Navigation: Die Zonen definieren Bereiche mit bestimmten Regeln für die Bewegung der Roboter, etwa gesperrte Bereiche, Einbahnstraßen oder Bereiche, in denen die Leitsteuerung eine explizite Freigabe erteilen muss. Die Leitsteuerung beeinflusst weiterhin, wo und wie sich Roboter bewegen, doch die detaillierte Wegplanung erfolgt auf dem Fahrzeug.
  • Fehlermeldungen der Roboter werden in den jeweils auf dem Fahrzeug hinterlegten Landessprachen ausgegeben
  • Per Power-Saving-Mode lassen sich mobile Roboter über eine standardisierte Aktion in einen Energiesparmodus versetzen oder auch reaktivieren.

VDMA und VDA sehen strategische Bedeutung für Logistik

„Das Update bringt genau die Werkzeuge, die wir für die nächste Automatisierungsstufe von mobilen Robotern brauchen – und wird damit zu einem strategischen Baustein für die Zukunftsfähigkeit globaler Produktions‑ und Logistikumgebungen,“ betont Dr. Marcus Bollig, VDA-Geschäftsführer.

„Mit Version 3.0 wird die VDA 5050 zum Werkzeugkasten für mobile Roboter aller Art und deckt den aktuellen Technologiestand mobiler Robotik aus unserer Sicht gut ab. Wir sind sehr gespannt, wie sie sich in konkreten Anwendungen in Handel und Industrie bewährt“, sagt Andreas Scherb, Fachabteilung Mobile Robots im VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik.


Hintergrund: VDA 5050

Die VDA 5050 ist eine offene Kommunikationsschnittstelle, die die Kommunikation zwischen einer Leitsteuerung und verschiedenen mobilen Robotern nach vereinheitlichten Parametern strukturiert. Sie ermöglicht es also, heterogene Flotten mit nur einer Leitsteuerung zu betreiben. Das Entwicklerteam der VDA 5050 besteht derzeit aus Mitgliedern der Verbände VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik sowie aus Mitgliedern des VDA unter technischer Betreuung des Instituts für Fördertechnik und Logistiksysteme am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Die neueste Version 3.0 wurde open source auf GitHub veröffentlicht. Dort ist das Dokument offen einsehbar, die Community kann Fragen stellen, mitdiskutieren und die Entwicklung aktiv mitverfolgen. Der VDA bietet die VDA 5050 3.0 zudem als lesbares PDF zum Download an.



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