100 Millionen Euro steckt Kion in den Bau eines zusätzlichen Werks für Gegengewichtsstapler im ostchinesischen Jinan

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Kion rechnet mit moderatem Umsatzwachstum

Der Gabelstapler-Hersteller profitiert vom boomenden Online-Handel und will im laufenden Jahr verstärkt in die Segmente Flurförderzeuge und Lieferkettenlogistik investieren.

Frankfurt/Main. Der Gabelstapler-Hersteller Kion rechnet im laufenden Jahr weiter mit guten Geschäften und geht von einem moderaten Umsatzanstieg aus. Wegen des boomenden Online-Handels dürfte die Marktdynamik in der Sparte Lieferkettenlösungen anhalten, teilte der MDax-Konzern am Dienstag in Frankfurt mit.

Außerdem geht das Management davon aus, dass sich das konjunkturelle Umfeld verbessere und sich der Weltmarkt für Flurförderzeuge stabilisiere.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 erreichte der Konzern ein Netto-Ergebnis von knapp 445 Millionen Euro und damit 10,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das Management schlägt für 2019 eine Dividende von 1,30 Euro je Aktie vor, ein Plus von gut 8 Prozent. Während die Sparte für Gabelstapler und Dienstleistungen nicht an das Vorjahresniveau anknüpfen konnte, lief es für den Konzern im Segment Lieferkettenlogistik besser.

Verstärkter Ausbau des Geschäfts in China geplant

Für 2020 rechnet Kion mit einem Umsatz zwischen 8,65 und 9,25 Milliarden Euro, nach 8,81 Milliarden im Vorjahr. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) soll 2020 zwischen 770 und 850 Millionen Euro liegen und damit bestenfalls auf Höhe des Niveaus 2019. Auswirkungen des neuartigen Coronavirus seien dabei allerdings noch nicht eingerechnet.

Im laufenden Jahr will das Management verstärkt in die beiden Segmente, Flurförderzeuge und Lieferkettenlogistik, investieren. Eine zentrale Rolle soll dabei der Ausbau des China-Geschäfts spielen. 100 Millionen Euro investiert Kion für den Bau eines zusätzlichen Werks für Gegengewichtsstapler im ostchinesischen Jinan. Für weitere 120 Millionen Euro hat der Konzern außerdem das auf Logistikanwendungen spezialisierte britische Software-Unternehmen "Digital Applications International Limited" (DAI) gekauft.

"Mit diesen wichtigen strategischen Investitionen stärken wir langfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit", erklärte Kion-Chef Gordon Riske. „Wir erwarten, dass langfristig die weltweite Nachfrage nach Flurförderzeugen jährlich rund 4 Prozent und die Nachfrage bei Supply Chain Solutions im hohen einstelligen Bereich wachsen wird“, so der Vorstandsvorsitzende. (dpa/sn)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special HANDELSLOGISTIK & E-COMMERCE.

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