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Thomas Jäger von DB Cargo stellte auf der Transport Logistic die verschiedenen Stufen der automatischen Kupplung vor

©Michael Cordes/VerkehrsRundschau

Innovativer Güterwagen soll für einen Quantensprung sorgen

Güterwagen, die zu einem intelligenten Güterzug zusammengestellt werden: Von diesem Schritt verspricht sich der Technische Innovationskreis Schienengüterverkehr (TIS) einen enormen Produktivitätsschub.

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München. Der TIS hat in München auf der Messe Transport Logistic ein neues Weißbuch mit dem Titel IG2vorgestellt. Darin werden Maßnahmen vorgeschlagen, wie der Schienengüterverkehr deutlich wettbewerbsfähiger werden soll. Es sollen innovative Güterwagen entwickelt und dann zu einem intelligenten Güterzug zusammengestellt werden.

Zentrale Rolle spielt die Digitale Automatische Kupplung (DAK)

Eine zentrale Rolle weisen die Herausgeber (13 Unternehmen aus der Bahnbranche) des Weißbuches dabei der Einführung einer Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) zu. Die im TIS vertretenen Unternehmen sehen sie als Herzstück einer erfolgreichen Digitalisierungs- und Automatisierungsstrategie im Schienengüterverkehr an. Neben der Einführung der DAK will sich der TIS künftig vor allem den Feldern „Automatisierte Betriebsabläufe“, „Energie- und Datenmanagement“ sowie „Elektro-pneumatische Bremse“ widmen.

Die Bahnindustrie entwickelt verschiedene Formen der automatischen Kupplung (AK). Derzeit wird an unterschiedlichen Entwicklungsstufen gearbeitet. Seit Mai ist bei SBB Cargo die AK 2 im Einsatz, die ein Entkuppeln teilautomatisiert ermöglicht. Bei der DAK 5 würde die Entkupplung ferngesteuert erfolgen, gäbe es ein automatisches Kuppeln von Luft-, Strom- und Datenbusleitung und käme eine elektropneumatische Bremse zum Einsatz. „Dann befinden wir uns in einer ganz anderen Welt“, sagte Thomas Jäger, bei DB Cargo Leiter der Sparte Asset & Technology und Mitglied im TIS. Er machte aber deutlich, dass bei der Entwicklung und der Verbreitung der Kupplung die Förderung durch die Politik unerlässlich ist.

Ziel ist ein Modal Split von 25 Prozent im Jahre 2030

TIS-Sprecher Jürgen Hüllen von der VTG AG zeigte sich optimistisch bezüglich der Wirkung der Maßnahmen, die im zweiten Weißbuch aufgezählt werden: „Wenn diese Maßnahmen umgesetzt werden, könnte der Modal Split im Schienengüterverkehr von derzeit 18, 19 Prozent spürbar steigen, was einen enormen Effekt für den Klimaschutz hätte.“ Hüllen nannte als Ziel für den Modal Split einen Anteil von 25 Prozent bis 2030. (cd)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KV.

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Railcargo & KV, Deutsche Bahn, VTG Aktiengesellschaft

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