Schiffe im Stau

Auch weiterhin ist der weltweite Containerschiffverkehr aus dem Gleichgewicht geraten

©Christian Charisius / dpa / picture alliance

IfW: Globaler Containerschiffsverkehr weiter aus dem Takt

Der globale Containerschiffsverkehr ist nach Beobachtung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) weiter aus dem Takt.

Kiel. Nach Berichten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft ist der weltweite Containerschiffsverkehr weiterhin nicht im Normalbetrieb angekommen: Zwar bauten sich die Staus vor großen Häfen in China ab. Dafür bauten sich Staus vor US-Häfen wieder auf.

„Auffällig ist, dass das Frachtvolumen im Roten Meer, ein Indikator für den europäisch-asiatischen Handel, nun schon seit mehreren Wochen über zehn Prozent unter den eigentlich erwartbaren Mengen liegt“, sagte IfW-Forscher Vincent Stamer. Seit der ersten Corona-Welle habe es eine so lange und deutliche Abweichung nach unten nicht mehr gegeben. „Wir beobachten weiterhin eine auffällige Unwucht in den internationalen Schiffsbewegungen“, berichtete Stamer weiter. Das dürfte sich in den Lieferketten und steigenden Preisen bemerkbar machen.

Das IfW wertet mit einem Analyse-Tool weltweit Schiffsbewegungen aus, um Rückschlüsse auf die globalen Handelsströme zu ziehen. Dabei werden an- und ablegende Schiffe in 500 Häfen erfasst. Zusätzlich werden Schiffsbewegungen in 100 Seeregionen analysiert. Anhand des Tiefgangs wird außerdem die effektive Auslastung der Containerschiffe gemessen. (ste/dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special SEEFRACHT & HÄFEN.

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Seefracht & Häfen, China, USA und Kanada, Stau, Streik und Unwetter


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