Wachstum

Das IfW erwartet für die kommenden Monate eine "kräftige Expansion"

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IfW erwartet einen selbsttragenden Aufschwung

Das IfW hat seine Wachstumsprognose nach oben korrigiert, betont aber gleichzeitig, dass Engpässe in den globalen Lieferketten die Erholung ausbremsen.

Kiel. Die deutsche Wirtschaft steht nach Einschätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) vor einem selbsttragenden Aufschwung. Für das laufende Jahr haben die IfW-Konjunkturforscher ihre Wachstumsprognose daher nach oben korrigiert: Sie rechnen jetzt mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von 3,9 Prozent (Märzprognose: 3,7). Für das kommende Jahr gehen sie unverändert von einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 4,8 Prozent aus. „Der deutsche Konjunkturkessel steht unter Dampf“, sagte IfW-Konjunkturchef Stefan Kooths am Donnerstag, 17. Juni.

Als eine wichtige Triebfeder dürfte sich nach IfW-Einschätzung zunächst der private Konsum erweisen, während die Erholung in der Industrie trotz sehr guter Auftragslage aktuell durch wachsende Engpässe in den globalen Lieferketten gebremst wird. Konjunkturellen Schub aus der Industrie erwartet das IfW deshalb erst gegen Ende des laufenden Jahres. „Eine durch aufgestaute Kaufkraft und staatliche Konjunkturprogramme zusätzlich angefachte Nachfrage trifft auf ein auch durch Lieferengpässe limitiertes Angebot“, sagte Kooths. „Alles in allem stehen die Zeichen auf kräftige Expansion.“

Allerdings erwarten die IfW-Forscher eine zunehmende Inflation. „Wir werden uns an höhere Teuerungsraten gewöhnen müssen, selbst wenn die Sondereffekte der Pandemie vorbei sind“, sagt IfW-Präsident Gabriel Felbermayr. Für 2021 rechnet das IfW im Jahresdurchschnitt mit einer Inflationsrate von 2,6 Prozent (Märzprognose: 2,3), für 2022 von 1,9 Prozent (1,8). (dpa)

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