Güterzug Schweiz

Der Gotthard baute seinen Anteil am alpenquerenden Schienengüterverkehr aus

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Güterverkehr in der Schweiz legt deutlich zu

Im ersten Halbjahr 2021 hat der Güterverkehr in der Schweiz gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich zugelegt. Der Anteil der Bahn ist der höchste seit 25 Jahren.

Bern. In der Schweiz hat der Güterverkehr sowohl auf der Straße wie auf der Schiene im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem Vergleichszeitraum von 2020 zugelegt. Im Vergleich mit den ersten beiden Quartalen 2019 sind allerdings Rückgänge zu verzeichnen. Nur der unbegleitete kombinierte Verkehr (UKV) konnte auch diesbezüglich zulegen, wie aus den Zahlen des Schweizer Bundesamts für Verkehr (BAV) hervorgeht.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fuhren demnach 10,4 Prozent oder 43.000 mehr schwere Lkw durch die Schweizer Alpen. Gegenüber den ersten beiden Quartalen 2019 ging die Fahrtenzahl allerdings um 1,7 Prozent oder rund 8000 Fahrzeuge zurück. Der alpenquerende Straßengüterverkehr war durch witterungsbedingte Beeinträchtigungen infolge des schneereichen Winters geprägt, schreibt das BAV

Auf der Schiene überquerten im ersten Halbjahr 2021 insgesamt 14,6 Millionen Tonnen Güter die Schweizer Alpenübergänge. Dies entspricht einem Aufkommenszuwachs von etwa 2,3 Millionen Tonnen, oder einer relativen Zunahme von 18,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2020. Dies ist der höchste Halbjahreswert des alpenquerenden Schienengüterverkehrs seit dem ersten Halbjahr 2016. Damit konnte der Gotthard seinen Anteil als Übergang mit dem größeren Anteil am alpenquerenden Schienengüterverkehr mit 60,5 Prozent durch die Schweiz erneut ausbauen.

UKV behauptet sich auch gegenüber 2019

Der Bahnanteil am gesamten alpenquerenden Güterverkehr in der Schweiz betrug von Januar bis Juli dieses Jahres 74,3 Prozent und ist somit 2,8 Prozentpunkte höher als im ersten Halbjahr 2020 und 1,7 Prozentpunkte höher als im Referenzhalbjahr 2019. Damit wurde in der Schweiz im ersten Semester 2021 der höchste Schienenanteil seit 25 Jahren registriert.

Insgesamt konnte im Schienengüterverkehr im Vergleich mit der Zeit vor der Covid-19-Krise aber nur der UKV sein Aufkommen erhöhen: es belief sich auf plus 856.000 Tonnen oder 8,8 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2019. Von der Erholung des Schienengüterverkehrs in diesem Jahr konnten immerhin alle Produktionsformen im alpenquerenden Schienengüterverkehr profitieren. (ms)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KV.

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