Inntalautobahn, Lkw, Stau

Die Gefahr einer Verkehrsüberlastung durch den rasch wiederansteigenden Güterverkehr sieht die Bundesregierung nicht

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Bundesregierung rechnet nicht mit sprunghaftem Wiederanstieg im Güterverkehr

Die FDP hat sich in einer Anfrage an das Bundeskabinett erkundigt, ob der Güterverkehr in mehreren Stufen wieder hochgefahren werden soll. Von einem rasanten Restart nach der Corona-Krise geht dieses allerdings nicht aus.

Berlin. Die Bundesregierung rechnet nicht von einem sprunghaften Wiederanstieg des Gütertransportaufkommens nach der Corona-Krise. Das geht aus einer Antwort des Kabinetts auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor, wie der parlamentarische Nachrichtendienst „Heute im Bundestag“ am Dienstag mitteilte. Die FDP hatte sich erkundigt, ob die Bundesregierung bis Ende dieses Jahres mit einem erhöhten Gütertransportaufkommen infolge der aufgestauten Warenflüsse rechne und ob sie daher plane, den Güterverkehr in mehreren Phasen wieder hochzufahren.

In der Antwort des Kabinetts heißt es, dass trotz bestehender Einschränkungen der Warenverkehr während der Krise aufrechterhalten werden konnte. Ein schrittweises Hochfahren sei daher nicht notwendig. Weiter teilt die Regierung mit, dass die Gütertransportnachfrage branchenspezifisch unterschiedlich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen sei. Entsprechend variiere das Ausmaß der zu erwartenden Nachholeffekte. Je nach Branche sowie der jeweils bestehenden Transportanforderungen sei bis Ende 2020 von einer verstärkten Nachfrage nach beziehungsweise einer hierdurch beeinflussten Verfügbarkeit von Transportkapazitäten auszugehen.

Von einem rapiden Wiederanstieg des Gütertransportaufkommens geht die Bundesregierung im Zuge einer wirtschaftlichen Erholung aber nicht aus. (sn)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special CORONA EPIDEMIEN & SEUCHEN – TRANSPORT UND LOGISTIK.

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Corona Epidemien & Seuchen – Transport und Logistik, Markt für Transport, Spedition und Logistik, Partei – FDP


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