Dirk Flege, Geschäftsführer von Allianz pro Schiene, sieht Handlungsbedarf bei den politisch Verantwortlichen in Europa und in Deutschland

©Allianz pro Schiene/ Stephan Röhl

Branchenverbände kritisieren Schienenpolitik in Europa

Es gebe keinen wirklichen bahn-und verkehrspolitischen Fahrplan, bemängelt etwa Dirk Flege von der Allianz pro Schiene. Ein Ausbau des europäischen Schienennetzes sei dringend nötig.

Berlin. Zum Europäischen Jahr der Schiene fordern Branchenverbände einen attraktiveren Bahnverkehr in Europa. Es gebe im europäischen Schienenverkehr „bahn-und verkehrspolitisch keinen wirklichen Fahrplan“, beklagte am Donnerstag der Geschäftsführer des Bündnisses Allianz pro Schiene, Dirk Flege. Die politisch Verantwortlichen in Europa und in Deutschland rief er dazu auf, dem internationalen Bahnverkehr mit Schnell- und Nachtzügen in diesem Jahr Priorität einzuräumen und das Schienennetz auszubauen - auch im Sinne der Klimaziele. Europa sei „auf der Schiene nicht zusammengewachsen“, bilanzierte Flege.

Erforderlich sei auch der Abbau von Ungleichgewichten zum Nachteil der Bahn, sagte Flege. Wenn es etwa eine europäische Mautpflicht für den Schienenverkehr gebe, dann müsse es die auch für Lastwagen und Fernbusse geben, forderte das Bündnis.

Der Schienenverkehr ist als emissionsärmere Alternative zum Auto- und Flugverkehr ein wichtiger Baustein für mehr Klimaschutz in Europa. Die EU-Kommission hat sich mit dem sogenannten Green Deal vorgenommen, wichtige Bereiche der Wirtschaft - dazu gehört der Verkehr - in den kommenden 30 Jahren grundlegend umzugestalten. Ziel ist es, bis 2050 alle Treibhausgase zu vermeiden oder auszugleichen und so klimaneutral zu werden. (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KV.

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Railcargo & KV, Verkehrspolitik Europa & Übersee, CO2 und Luftschadstoffe, Lkw-Maut in Europa, Verband Allianz pro Schiene, Behörde – EU-Kommission


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